Deswegen.

In einem 360-Seelen-Nest tief in Deutschlands Süden vor dem Kamin sitzen, den rumpelnden Schneeräumertraktoren vor dem Fenster zuhören, wie sie die einzig ernstzunehmende Straße im Dorf von der weißen Last befreien und Texte aus und über Berlin lesen. Texte aus der pulsierenden Großstadt. Texte über das, was mal meine Heimat war.

 

Texte über Lärm und Dreck und Aggression und Verdrängungswettbewerb. Texte über urbanes Leben, über weltläufiges Getümmel, über die Freiheiten und Großzügigkeiten der Stadt, über Leben und leben-lassen in der Metropole. Über die Annehmlichkeiten der Weltstadt.

 

Was hält Dich in der Stadt? Was hält Dich in Berlin? Wieso ziehst Du nicht aufs Land? 

 

Das hatte ich von fünf Berliner Bloggern in den vergangenen Wochen wissen wollen. Als Antwort kamen extrem lesenswerte Texte vom Kiezneurotiker, von Amelie, von kreuzbergsuedost, von Ackerbau Pankow und vom Kiezschreiber.

 

Danke, daß Ihr mitgemacht habt!

 

Wer nochmal die volle Ladung Berlin braucht, die volle Dröhnung Großstadt, mit allem Für und Wider, der kann die Texte hier nochmal aufrufen:

 

Dass ich gehe, steht fest. 

 

Berlin, Berlin. 

 

Aufs Land – oder lieber auf die Insel?

 

Was mich in Berlin hält.

 

Berlin. 

 

 

In dem 360-Seelen-Dorf also vor dem Kamin sitzen und diese Texte lesen. Unruhig werden, sehnsüchtig (ein bißchen) und heimwehkrank (ein bißchen). Alten Erinnerungen beim Aufsteigen zusehen. Guten (ein paar), wie schlechten (ein paar mehr). Dann wieder: zufrieden mit dem Status quo. Ich wollte da nicht mehr leben. Derzeit nicht. Vielleicht nicht nie mehr, aber jetzt nicht.

Jetzt ist Dorf dran, mit allem Für und Wider.

 

Auch deswegen:

 

 

 

 

 

Stinknormale Bilder einer stinknormalen Landschaft.

 

Einfach vor die Tür gehen, in die Natur.

 

Morgens, mittag, abends.

 

Das würde ich derzeit nicht eintauschen wollen.

 

Nicht mal gegen ein Leben in Berlin.

 

 

 

 

 

3 Kommentare

  1. Ganz wundervoll! Und mir wird bewusst, was hier fehlt: der Wald, der offene Himmel! Dafür muss ich immer richtig viel tun…
    Aber hier ist halt mein Herz und noch vieles mehr, was ich zu meinem Leben brauche. Komm ich halt auf deinem Blog vorbei. Freu mich schon auf ein Neues mit „landlebenblog“…
    Allerliebste Grüße
    Astrid

  2. Und dann natürlich Traktor fahren 😀 Um einmal alle Vorurteile zu bereitzustellen.
    Ich bin selber auf dem Land aufgewachsen, allerdings nicht auf einem Hof und ich bin nie Traktor gefahren. Das ist auch wider traurig, aber Landtechnik hat mich auch nie wirklich interessiert.

    Susi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.