Unterwegs.

Ich denke ja immer mal wieder darüber nach, nur noch in Schwarzweiß zu fotografieren. Dass es hier im Odenwald schön ist, müsste ja inzwischen selbst dem Letzten aufgegangen sein. Aber in Schwarzweiß hat eine Landschaft nochmal einen ganz eigenen Reiz, finde ich. Also übe ich zwischendurch. Bitte sehr.

 

 

 

 

Begegnung.

Wie ich heute früh eigentlich so gar keinen Bock auf diesen Tag hatte. Bis ich IHN traf.

Bei Wagenschwend. Wo sonst, so früh am Tag?

Er war natürlich nicht alleine.

Und später lief mir noch eine alleinerziehende Mutter mit Zwillingen über den Weg davon.

 

Und so wurde der Tag dann doch noch ganz passabel.

 

 

 

Unterwegs.

Falls Sie es heute wieder nicht geschafft haben, mal den schönen Odenwald zu erkunden – obwohl Sie das selbstverständlich schon ganz ganz lange vorhaben -, dann habe ich ersatzweise ein paar Bilder für Sie geknipst. Ich für meinen Teil habe nämlich die Nachbarschaft erkundet, obwohl ich die ja eigentlich schon ziemlich gut kenne. Gibt aber immer wieder Neues, Schönes zu entdecken. Naja, Sie werden das auch noch merken.

(Unter uns gesagt, war ich natürlich nur unterwegs, um gefährliche Gewitterwolkentürme und aufziehende Tornados zu fotografieren, die bisher aber leider ausgeblieben sind. Oder gottlob. Was weiß denn ich. Ein bisschen Wasser vom Himmel könnten wir aber schon gut gebrauchen, müsste ja nicht gleich das grauenhafte Modell Wuppertal sein.)

Regen. Wir hätten bitte gerne Regen. So ein ganz bisschen nur.

Bei Mudau-Reisenbach.

Balsbacher Wald.

Richtung Scheidental/Reisenbach, Sie wissen schon.

 

 

 

 

 

 

Auf dem kleinen Dienstweg.

Ich hatte heute Abend mal wieder einen dienstlichen Termin ziemlich am Ende des Landkreises, oder am Anfang, wie man will. Auf dem Heimweg begleitete mich ein veritables Gewitterchen, mal war ich schneller, mal das Wetter. Hübsch anzusehen war es definitiv, aber zwischendurch wurde es dann doch empfindlich nass und laut. Aber was tut man nicht alles für ein paar nette Fotos.

 

Sieht ja noch harmlos aus, da bei Bödigheim.

 

Zwischen Bödigheim und Waldhausen.

 

Richtung Waldhausen.

 

Und dann immer rein ins Vergnügen.

 

 

 

 

 

Unterwegs.

Ich hatte da heute einen dieser dienstlichen Termine, bei denen ich denke, ja, das ist schon ein verdammt schöner Job, den ich da habe. Gutes Gespräch über die existentiellen Fragen des Lebens, mit einem halbwegs Fremden, und danach noch eine kleine Besichtigungsfahrt am Neckar entlang. Und ja, es gibt tatsächlich immer noch Ecken, die ich nicht kenne in dieser Region. Und mein Geo hat hinterher schön geschimpft, warum ich nicht säckeweise Bärlauch mit nach Hause gebracht habe. Aber, ich bitte Sie, ich war ja schließlich dienstlich unterwegs.

Alles Bärlauch.

 

 

 

 

 

Vergleiche.

Jetzt stellen Sie sich doch bitte mal vor, Sie haben sich Pest und Cholera gleichzeitig eingefangen, da helfen keine Medikamente, da hilft nur Bettruhe. Und, sobald Sie wieder kriechen können, leichte Bewegung an frischer Luft. Empfiehlt mein Hausarzt immer gerne. Jahahahaaaa, aber was machen Sie denn, wenn Sie in der Mitte einer Großstadt leben? Leichte Bewegung an frischer Luft?

In Berlin am Tauentzien vielleicht, oder im Stuttgarter Talkessel? Wo bitte gibt es da frische Luft? Oder sollen Sie vielleicht erst anderthalb Stunden mit irgendeiner S-Bahn Richtung frische Luft fahren, um sie herum allerlei verrotzte Gestalten, die Pest und Cholera im Sekundentakt ausniesen und -husten? Na, ich weiß ja nicht.

Ich hatte das Vergnügen am vergangenen Wochenende, da hatte ich noch keine Pest und keine Cholera, aber ich war in Berlin, mittendrin, in der Berliner Luft, von deren Qualität ja schon die Schöneberger Sängerknaben schwärmten. Der Himmel über Berlin weiß, warum. Offenbar sind die nie aus ihrem Schöneberger Sängerheim rausgekommen, vermutlich waren die noch nie am Kudamm, Kranzlereck. Oder am Tauentzien. Da stinkt es aus allen verfügbaren Rohren, eine Mischung aus pupwarmer Kaufhausabluft, Billigdeodoranten und Abgasen. Denken Sie sich noch eine Reihe von zwanzig viel zu engen Umkleidekabinen bei hochsommerlichen 40 Grad im Schatten dazu, mit schwitzenden Menschen, die sich schnaufend an- und ausziehen, dann kommen Sie der Sache näher.

Also, wie dem auch sei: Ich habe mir da wirklich Gedanken gemacht, von wegen der frischen Luft. Wie machen die das? Wie bekommt denen das? Wie werden die jemals gesund, bei Pest und Cholera und dem dringenden Wunsch nach frischer Luft? Ich habe keine Ahnung.

Ich habe bloß den üblichen Rat des Arztes befolgt (ohne ihn überhaupt konsultiert zu haben), und führe Pest und Cholera derzeit täglich kurz an der frischen Luft aus. Gemeinsam mit den Hunden und anderen Patienten. Ohne großen Aufwand, direkt vor der Haustür. Und ich bin sehr dankbar dafür. Und hoffentlich bald wieder gesund.

Ja, so glotze ich derzeit auch.

Gibt kein schlechtes Wetter, – naja, Sie wissen schon.

 

Das taut auch noch weg. Irgendwann.

Na, also. Wird doch.