wmdedgt.

5. Juni 2022

Jahahaaa, es ist schon wieder der Fünfte eines Monats, der 5. Juni genau gesagt, und am Fünften will die freundliche Nachbarbloggerin uns ja immer zu so einer Art Tagebuchbloggen animieren, also bitte. Was machst Du eigentlich den ganzen Tag, kurz wmdedgt, um diese Frage dreht sich heute alles, und viele machen mit, Sie können das (Klick) hier alles nachlesen.

Dieser Pfingstsonntag ist erfrischend verregnet und erfrischend ereignislos, ich bin um beides gar nicht böse. Morgens am Forellenteich versuche ich einen Blick auf die neuen Untermieter zu erhaschen, eine 12köpfige Entenfamilie ist da unterwegs, aber offenbar machen sie grade einen Pfingstausflug, als ich mit schwerem Kameragerät anrücke. Jetzt also wieder Hundeverbot am Teich, Frau Lieselotte guckt sparsam, aber ich verspreche ihr, dass die elf Entenbabys sicher ganz bald flügge sind und ausziehen werden. Und wenn dann nicht direkt wieder ein Biber, oder ein brütender Reiher, oder ein sibirischer Säbelzahntiger, ach, was weiß denn ich, dieses ganze Viechzeugs kann einem ja schon zwischendurch das Hundeleben schwer machen.

Vormittags am Schreibtisch allerlei To-Do-Listen abarbeiten, das hat etwas sehr befriedigendes. Ich gehöre ja zu diesen Leuten, die dann noch zusätzliche DInge erledigen und die auch schnell noch auf die To-Do-Liste schreiben – nur, um sie dann mit großer Geste direkt wieder durchstreichen und abhaken zu können. Ein kleiner Trick mit großer Wirkung für das gute Gewissen, ich kann das sehr empfehlen.

Das Wetter hat sich als April verkleidet, niemand weiß, was es tatsächlich vorhat, und der Himmel kann sich nicht entscheiden. Auf der Runde mit dem Hund unterwegs ein bißchen herumknipsen, Wald und Gelände, eigentlich finde ich Landschaftsfotos inzwischen meistens stinklangweilig, aber Wetter zieht mich doch immer wieder magisch an, und vielleicht werde ich in meinem nächsten Leben Stormchaser.

Alles so schön grün hier.
Erst so.
Dann so.

Nachmittags wieder an die To-Do-Listen, einen Urlaub gedanklich vorbereiten, Ehrenamts-Kram, Rechnungen schreiben. Die Nachbarin zieht nach jedem Regenguß mit dem Salzstreuer um die Hochbeete, wir beobachten das durchs Fenster und versuchen, die ausgeklügelte und todbringende Choreografie dahinter zu ergründen. Was man halt so macht an einem Pfingstsonntag auf dem Lande.

Ein Huhn einfangen, ausgerechnet das verletzte, von dem ich annahm, das es bald sterben müsste: ausgerechnet das fliegt elfengleich über den hohen Gartenzaun, landet auf dem Dienstwagen und rutscht dann abwärts auf den Boden. Um hier auf Bürgersteig und Fahrbahn nach Körnchen zu suchen, die es im Gehege zu Hauf gibt, aber vielleicht hat die Verletzung auch irgendwie das Hühner-Hirn angegriffen, naja, Sie wissen schon.

Zum Kaffee präsentiert mein Geo mir eine tote Maus auf einer Kehrschaufel, Was hat die denn in der Garage zu suchen?, ruft er hysterisch und fuchtelt mit der Kehrschaufel unter meiner Nase herum, ich weiß es ja doch aber auch nicht. Es geht aber insgesamt heute doch sehr ländlich rustikal zu, will mir scheinen.

Später schleppe ich noch Regenwasser von der einen in die andere Tonne, 100 Liter, die Bandscheiben singen ein Lied dazu. Aber wenn es doch nun schon mal regnet, wollen wir gewappnet sein und sammeln, was zu sammeln ist. Hühner füttern, Eier aus den Nestern holen, Kontrollgang durch den Auslauf. Der Boden im Gehege ist schmierig-glitschig vom Regen, und mehrmals komme ich ins Schliddern und falle fast, kann mich mit wild wedelnden Armbewegungen aber noch aufrecht halten. Das würde sicherlich sehr lustig aussehen, so ein Sturz in den Modder, käme mir nun aber ungelegen.

Jetzt Abendessen, der Großteil davon aus Garten und Legenestern, es ist eine Wonne.

Und eine neue To-Do-Liste schreiben, für morgen. Nicht, dass es uns am Ende noch langweilig wird über die festlichen Tage.

  • 7 Kommentare
  • Gabriela 5. Juni 2022
    Antworten

    … und wieder was dazugelernt: stormchaser – was es nicht alles gibt!🧐
    Noch einen entspannten Pfingstmontag für alle Blog-Genießer“innen!

  • Hauptschulblues 5. Juni 2022
    Antworten

    Kann man die beiden Tonnen nicht mit einem kommunizierenden Gartenschlauch verbinden?

    • Bauer Willi 5. Juni 2022
      Antworten

      Zwei Doofe, ein Gedanke. Genau das wollte ich auch schreiben. Aber als echter Klugscheisser habe ich natürlich noch etwas draufzusetzen. Es geht auch mit einer elektrischen Pumpe die es im Baumarkt für um die 40 € gibt. Dann noch ein Solarpanel dazu, fertig! :-)

      • LandLebenBlog 6. Juni 2022
        Antworten

        Die Tonnen stehen ziemlich weit entfernt voneinander, aber wir werden darüber nachdenken müssen, wenn die Sommer immer öfter so trocken sind.

        • nina. aka wippsteerts 6. Juni 2022
          Antworten

          Den Gedanken hatte ich auch sofort, Ein Nachbar hier hat diese einfachen blauen Tonnen mit einfachen blauen Rohren verbunden. (Mir fehlen dazu noch diese einfachen Tonnen, sonst hätte ich mal wenigstens 2, so von wg Trockenheit)
          Danke für den schönen Einblick und die immer wieder anderen Landschaftsbilder (nie langweilig), aber ob viele Leser wissen was es mit dem Salzstreuer aufsich hat :) Ich finde es ja zu ekelig und sammel lieber ein.
          Auf das heute auch wieder ganz viele Häckchen gemacht werden können
          Liebe Grüsse und frohe Pfingsten
          Nina

          • LandLebenBlog 6. Juni 2022

            Das mit dem Salzstreuer wollte ich dann doch nicht detailliert erläutern…. und mit den Wassertonnen ist das Problem, dass die eine (mit Regenrinne davor) an der einen äußersten Stelle des 2000qm-Grundstücks steht, und die andere am entgegengesetzten Ende beim Gemüsegarten, ohne jedes Dach und ohne jede Regenrinne in der Nähe. Ich muß mal nachdenken, ob Schlauch und Pumpe eventuell eine Option wären.

  • C Stern 6. Juni 2022
    Antworten

    Auch von mir dazugelernt: Endlich weiß ich, was es mit der geheimnisvollen Buchstabenfolge “wmdedgt” auf sich hat? Bislang habe ich dieses Geheimnisvolle immer für etwas aus der englischen Sprache gehalten. Gespeichert! (Eigentlich ganz schön verbreitet, ich hätte ja nur danach suchen müssen …)
    Auch der “Stormchaser” war neu für mich.
    Was gar nicht neu für mich ist, sind meine eigenen To-Do-Listen, sie zieren meinen Schreibtisch und entstehen manchmal auch des Nachts, wenn ich schlaflos überdenke, was (noch) alles zu erledigen ist. Tricks beim Notieren habe ich keine, es sind reine Abarbeitungslisten. Tricks hätte ich lieber dafür, dass meine Listen nicht immer so endlos scheinen …

    Auf einen guten Pfingstmontag!

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