Mittwochs in Schwarzweiß.

8. Juni 2022

Heute nur dieses eine Foto für meine kleine Mittwochs-Serie. Ich habe es heute früh mit dem Handy aufgenommen, als endlich mal keine Autos um dieses Motiv herum parkten. Pfingstferien und so, alles so schön leer im Städtchen. Und dieses Ding da, dieses – wie nennt man sowas? – steht wie ein Fels in der Brandung. Präsentiert Pfannen und allerlei anderes. Ich liebe es sehr, und jedes Mal, wenn ich daran vorbeikomme und am Zustand der Welt verzweifeln möchte, tröstet es mich und wärmt mir das Herz. Ich kann das gar nicht erklären, es ist einfach so.

Und jedes Mal muß ich an die gläserne Box am Berliner Kranzler-Eck denken, ganz früher stand da oben der Verkehrspolizist in weißer Uniform und lenkte mit Armen und strengen Blicken Autos und Fußgänger sicher über die Kreuzung. Ihn selber habe ich nicht mehr erlebt, aber das kleine gläserne Kabuff erzählte noch jahrzehntelang von ihm.

Daran muß ich immer denken, wenn ich im Städtchen an dem Pfannen-Rondell vorbeikomme, also eigentlich dauernd. Solange das da steht, wird mir nicht bange. Tobe, Welt, und springe, undsoweiter, naja, Sie wissen schon.

  • 9 Kommentare
  • Silvia 8. Juni 2022
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    Vielen Dank für die Mühen! Ich freue mich jedes Mal über neue tolle Fotos und Geschichten.. Ich lese Sie soooo gerne!Das kann man nie oft genug sagen….
    VG

  • WuM 8. Juni 2022
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    “Ja, das waren noch Zeiten”, als der Schupo 1955/56 beim “Kranzler”-Eck aus Überhöhung den Verkehr auch Richtung Ku’damm zum “Hühner-Hugo” oder zur Gedächtniskirche zum “Schaschlik-Orje (Georg) leitete, die “Rosinenbomber zum Tempelhof flogen oder auf der Kantstrasse noch Buden zwischen Ruinen standen, ja das waren noch (siehe oben) und auch damals war eine Reise nach Berlin, wenn auch aus anderen Gründen, immer wert. Nicht zu vergessen: die erst Weiße auf der “Hasenheide!! Schöne Grüße nach Berlin und nach Balschboch.

  • Sonja 8. Juni 2022
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    Ein anheimelndes Eckchen. Eine gläserne Ausstellungslitfasssäule? Wechselt der Inhalt denn manchmal?
    Gruß von Sonja

  • derbaum 8. Juni 2022
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    ein traumhafter schaukasten – zum glück steht er so abgelgen das er noch keinem neubau im wege stand (und nicht in der ehemaligen ddr – da hätte er aus prinzip schon weichen müssen…)

  • C Stern 8. Juni 2022
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    Erinnert mich an die Form einer Pagode, allerdings nur eingeschossig.
    Eine gläserne Pagode mit Bodenhaftung also.
    Auf meinen Wegen habe ich in einem Dorf etwas Ähnliches gesehen,
    einen kleinen Glascontainer, in dem wunderbare Werke einer Keramikkünstlerin präsentiert wurden.

  • Gabriela 8. Juni 2022
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    … nun ja, so ganz erstaunlich scheint mir die herzerwärmende Wirkung denn doch nicht zu sein 😉. Aber wie schön, wenn man auf diese Weise Heimatgefühle in der Ferne pflegen und genießen darf.
    Dankeschön für den die Wurzeln stärkenden Text!

  • Alexandra 9. Juni 2022
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    … Schaukasten?

  • Eva 9. Juni 2022
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    Gleich mal wieder anhören, Jesu meine Freude!
    Danke!

  • Alexandra 10. Juni 2022
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    Außenvitrine!

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