Zwölf Bilder, die den Zwölften eines Monats dokumentieren, da bin ich diesmal wieder dabei, die Aktion wird von der freundlichen Nachbarbloggerin organisiert, dort können Sie auch alle Beiträge dazu anschauen. Dass heute nun also offenbar der Zwölfte ist, das weiß ich – welchen Monat wir haben, darüber muß ich hingegen kurz nachdenken, mein innerer Kalender hat die Konsistenz eines glibberigen Wackelpuddings, und ich frage mich zwischendurch, ob Ostern vor der Tür steht oder Pfingsten schon vorbei ist, es ist ein einziges Durcheinander im Zeitgefühl.

Und nun aber Ruhe, hier die Fotos zum Tage.

2/12

Ich habe da heute früh um 7 Uhr bei der Hettinger Hunderunde (HH) dieses Loch bei den Rapsfeldern entdeckt und mich gefragt, ob das wohl eine Doline werden will, wenn es mal groß ist. Und dann habe ich mich erinnert, dass dieses Blog einen Bildungsauftrag hat, und falls Sie also nicht so genau wissen, was Dolinen sind, dann bitte (Klick!) hier entlang. Ich für meinen Teil hatte das Wort noch nie gehört, als ich hier in die Gegend zog, dabei ist grade die Ecke Buchen-Hettingen voll mit Dolinen, die alle letzten Endes auf unterirdische Höhlen im Muschelkalk hinweisen. Oder so.

3/12

Es gibt da sogar einen eigenen Dolinen-Pfad für interessierte Wanderer, und die Dolinen sind überhaupt mal klitzeklein, mal riesengroß. Manchmal so groß, dass sie schon ganze Traktoren inklusive Fahrer und Beifahrer in die Tiefe gerissen haben, also ungefährlich ist das nicht. Irgendwo las ich, dass die alten Römer, als sie seinerzeit hier oben zugange waren, dass die also schon die ersten Wolkenkratzer nördlich der Alpen genau hier errichtet haben, ja, das weiß kaum jemand!! -, aber nachdem die Wolkenkratzer und ganze Wolkenkratzer-Siedlungen immer wieder von den Dolinen verschlungen wurden, haben es die ollen Römer aufgegeben. Deswegen stehen auch bis zu heutigen Tage keine Wolkenkratzer in Buchen-Hettingen. Wenn ich das richtig verstanden habe.

4/12

Dann aber erstmal romantisches Frühstück im Büro, währenddessen die Aussicht aus dem Fenster genießen. Drüben wird das Fachwerk per Hand von alter Farbe freigeschrubbelt und -gekratzt, und aus irgendwelchen Gründen erinnert mich das Geräusch an den letzten Zahnarztbesuch, also beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Arbeitstag.

5/12
6/12
7/12
8/12 Mittagspause
9/12

Nachmittags kurz im Städtchen unterwegs und dem wasserflötenden Nachbarn Hallo gesagt. (Klick!) Josef Martin Kraus ist das, von wegen Bildungsauftrag und so. Beim Anblick seiner Haare fällt mir ein, dass ich dringend einen Frisörtermin ausmachen muß, naja, Sie wissen schon.

10/12

Der Arbeitstag sei äußerst ermüdend, klagt Redaktionshund Lieselotte, und dem kann ich kaum widersprechen. Videoschaltkonferenzen, Recherchen, Telefonate, Videokonferenzen, Recherchen, Telefonate, Meldungen schreiben, Beiträge für die Nachrichten machen, warten auf Rückmeldungen, warten, warten, warten. Vor dem Bürofenster rauscht der Regen, und vor der Tür wartet die Hunderundengummihose geduldig auf ihren dritten und hoffentlich letzten Einsatz für heute.

11/12

Ja, danke, Petrus, Du mich auch.

12/12

4 Kommentare zu “12 von 12”

  1. Hey, da habe ich direkt etwas gelernt. Von Dolinen hatte ich bis jetzt noch nichts gehört. Klingt spannend und ganz schön gefährlich.
    Liebe Grüße
    Marietta

  2. Also, was Dolinen sind, das weiß man als Karl-May-Fan. Die Winnetou-Filme wurden im damaligen Jugoslawien gedreht, und da gibt’s die haufenweise. Außerdem hatten wir einen guten Erdkunde-Lehrer, der, wenn er mal faul war, auch gerne eine der damals hochmodernen VHS-Cassetten einlegte und uns lediglich auf landschaftliche Besonderheiten hinwies. Hier im Bayerischen Wald gibt’s keine Dolinen, dafür massenhaft Berge aus solidem Granit.

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