Der Eierdramen nächster Akt.

13. Februar 2021

Nicht, dass Sie meinen, es wäre uns langweilig in diesen Pandemiezeiten, i wo, bewahre. Wir haben ja hier täglich mit Eier- und anderen Dramen zu kämpfen. (Klick!) hier können Sie das bei Bedarf nochmal nachlesen. Ein herzensguter Hühnerhalter aus dem Nachbardorf hat heimlich die Legenester unserer Hennen mit Eiern seiner Hühner befüllt, um unseren monatewährenden Eiernotstand zu lindern.

Na, da hat er ja was Schönes ausgelöst. Ich meine das ganz ernst. Zumindest die Rüdi-Sisters, also unsere Junghühner, Schwestern von Hahn Rüdiger, – die Rüdi-Sisters also wollten diesen vermeintlichen Angriff auf ihre Hennen-Ehre nicht unwidersprochen hinnehmen, sie legen seitdem: Eier. Ja, da staunen Sie. Ich staune auch, und wie.

Also, zumindest versuchen die drei jungen Hennen es nach Kräften, es muß das alles irgendwie stimulierend auf sie gewirkt – oder doch ihren Ehrgeiz geweckt haben, jedenfalls pressen sie alles aus ihren kleinen unter-be-lichteten Körpern heraus, was entfernt nach Ei aussieht. So erkläre ich mir dieses eigenwillige Gesellenstück oben auf dem Bild. Man könnte es auch als beleidigte Leberwurst in Eiform interpretieren, aber das will ich nun mal gar nicht unterstellen. Ich denke eher, wir sind noch in der Übungsphase. Bleiben Sie dran, wir halten Sie auf dem Laufenden.

Und a propos Laufen: Ich war heute bei minus zehn Grad und einem scharfen Wind zwei Stunden auf den Feldern laufen, man gönnt sich ja sonst nichts. Nun glüht das durchgefrorene Gesicht, man braucht schier keine Lampe mehr daheim. Ich sollte daraus ein Geschäftsmodell zum Stromsparen machen: Ich laufe gegen Honorar über die Felder und leuchte dann glühend in andrer Leuts Wohnung noch die finsterste Ecke aus. Ich glaube, das wäre was. Und es könnte, zumindest im Winter, ein echter Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels sein.

Wenn Sie ganz still sind, hören Sie auf diesem Handy-Bild den Wind pfeifen.

Und weil wir es eben vom Federvieh hatten: Bei meinen täglichen ornithologischen Beobachtungen am Küchenfenster habe ich heute eine Blaumeise beim Poledance erwischt. Es handelte sich wohl um eine kreative Auslegung des expressionistisch-artistischen Poldances, für Striptease an der Tanzstange ist es ja definitiv zu kalt, zumindest im Garten. Es hat mich allerdings einmal mehr davon überzeugt, dass aktuell die ganze Welt bekloppt ist. Mich vermutlich inbegriffen.

  • 1 Kommentar
  • nina. aka wippsteerts. 16. Februar 2021
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    Meine Oma hat denen immer zum Frühjahr , oder wenn s halt wohl Mal nötig war, Gipseier untergeschoben.
    Ich finde, dieses Huhn hat eine sehr künstlerische Ader!
    Liebe Grüße
    Nina

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