Rückzug III

18. März 2020

Hätte ich mir ja vor ein paar Wochen auch noch nicht träumen lassen, dass ich mal beim Kochen nebenher eine staatstragende Ansprache der Bundeskanzlerin anhören würde. Naja, so sind die Zeiten. Ver-rückt, im wahrsten Sinne des Wortes. Selbst hier auf dem Lande. Wo sich sonst Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, rufen sich jetzt die Leute quer über die Gasse immer nur Und?? Noch g’sund?? zu. Wenn überhaupt Leute unterwegs sind.

Morgens und abends, da draußen auf den Feldern, in den Wäldern, da könnte man sich noch einbilden, das Leben könnte kein Wässerchen trüben. Alles liegt still und friedlich, die Sonne lacht, die Vögel piepsen sich fröhlich die Seele aus dem Leib, kein Mensch ist unterwegs. Nur die eigenen Schritte hört man, und das Tapsen und Hecheln der Hunde.

Heute früh zwischen Buchen und Hettingen.

Später dann, tagsüber im Städtchen: das allergleiche. Alles liegt still und friedlich, die Sonne lacht, die Vögel piepsen sich fröhlich die Seele aus dem Leib, kein Mensch ist unterwegs. Nur die eigenen Schritte hört man, und das Tapsen und Hecheln der Hunde. So schön, so surreal. Nur hin und wieder irgendwo eine Gestalt in den Straßen, und wenige Autos unterwegs. Das Städtchen scheint zu schlafen, wie an einem hohen Feiertag.

Irgendwie passt das alles nicht zusammen. Aber wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen.

  • 2 Kommentare
  • Hauptschulblues 18. März 2020
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    Sie haben ja noch Glück, gottseisgelobt, wenn man so sagen kann. die Bevölkerungsdichte ist niedrig.

  • Ulla 21. März 2020
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    Das video ist Balsam für die Seele in diesen Zeiten!

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