Rückzug II

16. März 2020

In den vergangenen Wochen bin ich schon ein paarmal an diesen Bäumen vorbeigefahren, ich sehe sie aus dem Auto mit halbem Auge, aber heute nun dachte ich, das ist ja wie ein Symbolbild. Allesamt in die Knie gegangen. Naja, Sie wissen schon. Hat aber auch seine Ästhetik.

Bei Wagenschwend, Richtung Krumbach.

Habe ich über das Wochenende noch einen auf Vogel Strauß machen können, was all diese Entwicklungen angeht, musste ich heute voll rein ins Thema, aber volle Pulle. Nein, ich musste nicht, ich wollte, ich bin schließlich wieder im Dienst nach ein paar freien Tagen. Also zum Interview ins Krankenhaus gefahren, in dem Besuche inzwischen verboten sind. Corona und die Kliniken. Dann Corona und die Gastronomie. Dann Corona und der Justizvollzug. Schlussendlich die drastischen Maßnahmen der Bundes- und der Landesregierung, die das öffentliche Leben hier auf ein Minimum herunterfahren sollen. Jetzt Feierabend. Müde. Rück mal einer die Fernbedienung raus!, ich würde gerne für morgen auf ein netteres Programm umschalten.

  • 1 Kommentar
  • Siewurdengelesen 17. März 2020
    Antworten

    Auch das geht vorüber und mehr als abwarten, Tee trinken und die Füsse stillhalten geht im Moment halt nicht.

    Für das nettere Programm liegen hier noch etliche Bücher und eine Platte voller Aufzeichnungen der Mediatheken. Machen wir also das beste daraus, hoffen das im Nachhinein der Panikmodus mit weniger Erkrankten und Toten endet als derzeit vermutet und nutzen die Zeit bis dahin für´s Reflektieren.

    Immerhin habe ich trotz Schichtdienst beispielsweise die 3 Folgen von „Unterleuten“ geschafft und dadurch noch das Buch bestellt dazu. Der Film trifft das „ostdeutsche“ nachwendegefühl der provinz recht gut, könnte aber mittlerweile auch im Ruhrgebiet, Saarland oder einigen Ecken des Odenwalds ein Narrativ sein…

  • Antworten

Rückzug Vorheriger Artikel Rückzug
Rückzug III Nächster Artikel Rückzug III