Was schön war.

Das verliebte Paar im Wartezimmer des Hausarztes im Städtchen. Er lächelt sie an, sie lächelt ihn an, dann machen sie Witzchen über ihren Gesundheitszustand und kichern leise. Muss ja nicht jeder mithören können. Die eine Hand auf dem anderen Knie. Beim Rausgehen trägt er ihre große Handtasche und bietet ihr galant den Arm zum Unterhaken ein, sie geht etwas ungelenk, sie sind ja beide deutlich über Achtzig.

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Beim Heimfahren das Auto des Freundes entgegenkommen sehen. Lichthupe, winken, anhalten. Fenster runtersummen lassen, plaudern. Wir versperren mit den zwei Autos die ganze Straße und die halbe Kreuzung und plaudern und plaudern. Von hinten nähert sich ein weiteres Auto, der Fahrer bremst ab, manövriert etwas umständlich auf den Gehsteig, fährt langsam an uns vorbei, winkt und lacht und manövriert etwas umständlich vom Gehsteig wieder zurück auf die Straße.

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Essen bei Freunden. Als wir ankommen, ist es 19 Uhr, als ich das erste Mal auf die Uhr schaue, lang nach Mitternacht. Sich zuhause fühlen.

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Nur das Wetter ist nicht schön. Das ist und bleibt scheußlich. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Kein Winter, kein Frühling. Nur grau und Matsch und nass. Und stürmisch noch dazu.

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