Ein Samstag auf dem Lande. Rumgerannt und Krach gemacht. Die ehemalige Holzterrasse in 30-Zentimeter lange Kaminholzscheite verwandelt. Mit der kreischenden Wippsäge. Aus dem Sommermobiliar quasi die winterliche Wärme gemacht. Die Scheite in der Schubkarre hin- und hergefahren und gestapelt; geflucht und geschwitzt. Winterholz macht mehrfach warm, haha, haha.

Mit den Hunden gelaufen und Forellen gefüttert. Gefühlte zwei Millionen Herbstblätter von der Wasseroberfläche gefischt, bevor sie hinabsinken und das Stinken anfangen. 352 Steinpilze im brummenden Ofen getrocknet, den Rest gesäubert und geschnippelt. Den Gartendreck gleichmäßig im Haus verteilt und nicht geputzt. Hühner versorgt, Mausefallen kontrolliert, mit den Hunden nochmal raus und spätnachmittags noch den Bauern bei der Arbeit zuschauen, draußen auf den sonnigen, abgeernteten Maisäckern.

Jetzt Feierabend. Und Huhn mit Steinpilzsauce. 

 

 

 

 

2 Kommentare zu “Samstag.”

  1. Nicht so richtig auf dem Land, aber auch bei uns im Düsseldorfer Süden wurde gestern Krach gemacht. Alle kümmerten sich stundenlang um ihre Gärten, der Rasen wurde ein letztes Mal gemäht, Blätter eingesammelt, Holz zerkleinert, gekehrt und geschnitten. Schwätzchen zwischendurch mit den Nachbarn, Kinder kamen gucken und halfen beim Einpflanzen der Frühlingsblumenzwiebeln. Leere Schneckenhäuser wurden bestaunt und Blätter unterm Baum liegengelassen, für die Teichmolche, sagten die Kinder. Die müssen ja im Winter irgendwo wohnen, wenn sie nicht mehr im Teich sind. Wir waren etwas dreckig und zufrieden und zur Belohnung gab es Limonade.

  2. Samstag kann man auch hören, bei den Schwabenseckel.
    Und zwar Mittags , wenn die ganzen , dann leeren, Anhänger samt Besitzer zum Mittagessen durch die Gegend hoppeln.
    Einfach ein charakteristisches Geräusch, dieses Dogg Dogg Dogg……

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