Sommerfrische.

Zur ärztlich verordneten Sommerfrische gehört auch ein Kulturprogramm, ja, das hätten Sie nun nicht gedacht. Ich auch nicht. Aber das gibt mir die Gelegenheit, Ihnen einen kleinen Ausflugstipp zu offerieren. Außerdem gibt es mir die Chance, mich in Ruhe und Geduld zu üben, das hauseigene Internet fordert da alles vom Benutzer, Sie dürfen sich das in etwa vorstellen wie die digitalen Zustände in belgisch-Kongo, aber wir wollen nicht maulen. Oooooom.

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Wie dem auch sei, ich war also in Wissembourg und kann das nur empfehlen. Kennwa, warnwa schon, alles voller doofer Touris. Ja, ja, ja, das ging mir ganz genauso, aber hinterher war alles anders, wie so oft im Leben.

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Das Geheimnis liegt im Stadtführer, das klingt nun furchtbar spiessig, erwies sich aber als sehr sinnvoll, so ein Mensch zeigt einem ja Ecken und Kanten, die man ohne ihn niemals entdeckt hätte, und die ersten zwei Stunden hätte ich schwören können, ich sei noch nie in dieser kleinen Stadt gewesen.

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Spiessig hin oder her, Sie sollten sich das angewöhnen, erstmal mit einem begeisterten Ortskundigen neue Orte zu erkunden. Ich könnte Ihnen inzwischen die tollsten Geschichten aus Wissembourg erzählen, und Ihnen an die 490 Fotos zeigen, wie weiland Onkel Karl bei den beliebten Dia-Abenden für die Familie, allein, das belgisch-Kongo-Internet, Naja, Sie wissen schon. DSC_5165_2046

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Stay tuned. Sagt man ja so.
 

 

 

 

13 Kommentare

  1. Meine einzige Erinnerung an die Stadt: 1977 sind wir bei der Heimreise aus dem Elsass an der Grenze derart auseinander genommen worden, weil wir in das Raster der Schleyer-Fahndung passten, der Herr K & ich: verheiratet, aber nicht miteinander, in einem Auto das einem Dritten gehörte. Na ja, meine schönen würfelförmigen Blumentöpfe aus dem Ort haben sie heil gelassen. Sie beherbergen heute noch einen Teil meiner Funkiensammlung.
    Da wir ohne Nachrichten vorher durch die Vogesen gelatscht sind, wussten wir gar nicht, was los war.
    Da soll es Leute geben, die solche Grenzkontrollen wieder regulär einführen wollen…
    GLG
    Astrid

    • Ja, sowas habe ich auch gedacht, als wir die ehemalige Grenze passierten: ein olles Häuschen mit heruntergelassenen rollläden und blätterndem putz, und ich dachte: so sollten Grenzen aussehen: überflüssig, verlassen und verfallen.

  2. Wie man an so einen super Stadtführer kommt. Einfach über die Touristeninfo oder gibt es da einen Geheimtipp?

    Und falls Sie ein feines Restaurant/Café empfehlen können… (Standardsituation bei uns: ewig Speisekarten lesen, immer noch was anderes/besseres suchen, zum Schluss aus Zeitnot in der gefühlt schlechtesten Alternative einkehren 😉

    • Restaurants kann ich nicht wirklich empfehlen in weissenburg, da habe ich keine Idee. Und neulich mit einer einheimischen Dame gesprochen, die beklagte, da sei viel Touristen-Nepp zu finden. Aber ich kann das wirklich nicht beurteilen. Andererseits kann man da vielleicht nicht viel falsch machen, und die Preise sind überall ok, scheint mir. “Unser“ Stadtführer macht auch touren in wissembourg, er heisst Alfred mit Vornamen, ich versuche mal, noch mehr rauszufinden. 🙂 Schreibe ich dann auch hier rein. Oder via Mail? Dann müsstest du mir eine über die kontaktmail hier im Blog schreiben.

      • Aber ein cafe kann ich doch empfehlen, das La pepiniere am Platz vor der richtig grossen Stadtkirche, gegenüber vom salzhaus. Die haben herrliche kleine schweinereien…Und dann gibt’s irgendwo noch eine weltberühmte chocolaterie, Rebert, ein bisschen abseits der Hauptstraße.

  3. Nun hatte ich mich garnicht nochmal gemeldet… Aber jedenfalls verbrachten wir einen prima Tag in Wissenbourg, haben im Pepiniere Pause gemacht (Törtchen!), waren auch bei Rebert und spazierten, allerdings doch ohne Stadtführer, stundenlang durch die Gässchen 🙂

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