WMDEDGT.

5. Mai 2016

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?, kurz wmdedgt, das will einmal im Monat die Frau Brüllen von uns wissen, es ist quasi ein Aufruf zum Tagebuchbloggen, dem ich gerne folge, wann immer es geht. Offenbar interessieren sich Menschen dafür, was andere Menschen so den lieben langen Tag tun, aber ich muß Sie an dieser Stelle erneut vorwarnen: ich tue gar nichts. Und doch sehr viel. Oder umgekehrt, wer weiß das schon.

Aber gottlob ist heute Feiertag in Baden-Württemberg, da macht das mit dem Nichtstun nichts, man ist geradezu verpflichtet, nichts zu tun. Außer man ist Vater, dann müsste man jetzt umherziehen und saufen, aber das ist jetzt wieder eine andere Geschichte. 

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Andere Menschen haben einen Wecker, den sie an Feiertagen ausstellen, ich habe zwei Hunde, die sich nicht ausstellen lassen. Nicht, dass sie irgendein Bedürfnis hätten, ach i wo denn, es ist ihnen einfach zu blöd, faul herumzuliegen, morgens um Sechs, wenn die Sonne hell durchs Fenster lacht. Also werde ich geweckt von einer kalten Nase und dem heißen Atem der Ungeduld, wahlweise von einer dicken Hundepfote, die mit einem gezielten Schlag auf meinen noch zerknitterten Kopf herabsaust, Sie können sich das in etwa vorstellen wie diesen Chinesekopp, der mit einem Zack! per Handkante den Ziegelstein in Stücke haut, nur, dass Tante Lieselotte nicht brüllt dabei, die freundliche Attacke verläuft vergleichsweise stumm, nur ich schreie in der Regel.

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Ich habe dann versucht, noch ein bisschen zu lesen im Bett, ja, so Zeug lese ich hin und wieder, weil ich – ebenfalls hin und wieder – evangelischen Prädikanten Lust auf Sprache und das Wort machen soll. Es gibt ja so schon genug schlechte Predigten, naja, Sie wissen schon. Ich habe da so eine Art Mission. Also bereite ich grade mal wieder ein Seminar vor, morgens kurz nach Sechs im Bett, hellwach dank der Hunde, die sich nach getanem Weckdienst erstmal wieder für ein Stündchen aufs Ohr und aufs verbotene Sofa legen, sieht ja keiner.

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Es geht hier also ein bisschen zu wie im Irrenhaus, aber mich wundert das schon lange nicht mehr. Morgens ein Cappucchino hilft, den Tag dennoch locker anzugehen.

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Und dann, was man halt so macht als selbsternannte Landfrau. Mit den Hunden raus, die Stille genießen, bevor die Väterhorden mit den Bollerwagen kommen, Tante Lieselotte erziehen und sich in der Schleppleine verheddern, wieder zuhause Hühner füttern und Edeltraud beim Eierlegen stören. Ja, sie legen wieder, und wie.

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Am Nachmittag dann eine Geburtstagseinladung der etwas anderen Art, zu Fuß auf die Minneburg, hoch über dem Neckartal, wir waren dort nicht ganz alleine, um es vorsichtig zu formulieren. Dafür hatte die eigens installierte Fotoausstellung des Geburtstagskindes umso mehr interessierte Betrachter, das ist ja nicht verkehrt. Tolle Idee, ein altes Gemäuer mit aktuellen Fotografien zu bestücken und Kunst unters Volk zu bringen.

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Jetzt warte ich, bis der Gatte zu Tisch ruft, er macht bekanntlich die besten Pasta alla Garnelen, ich sagte das vermutlich bereits an anderer Stelle. In diesem Sinne: das Leben ist schön. Kann so bleiben.

 

 

 

  • 4 Kommentare
  • Tina 12. Mai 2016
    Antworten

    Was ist das denn für ein Kuchen? Sieht toll aus…

    • LandLebenBlog 12. Mai 2016
      Antworten

      Bananentorte vom legendären Cafe Viktoria in Eberbach. Sehr gut!

  • Barbara 14. Mai 2016
    Antworten

    Danke für die schöne Schilderung deines Geweckt-Werdens, ich habe noch Tränen in den Augen :-) Unser Hundetier würde ja bis elf Uhr morgens pennen, wenn man ihn ließe, daher bleiben uns solche Freuden erspart.

  • Antworten auf Tina Abbrechen

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