Wer suchet, der findet.

14. März 2016

Wer suchet, der findet, dieser Sinnspruch ist so langweilig und alt wie treffend, und einmal mehr beweist sich das in meiner Blogstatistik. Offenbar können Sie bei allen Suchmaschinen dieser Welt eingeben, was Sie wollen, letzten Endes landen Sie wohl immer hier auf diesem meinem Blog und finden da das Passende. Oder auch nicht. Aber dann landen Sie wenigstens hier bei diesem Post, in dem ich versuche, ein bißchen Licht ins Dunkel zu bringen.

wer suchet

Also, meine aktuellen Favoriten aus der Suchbegriffeauswertung:

iglu bauen aus holz

Wir alle so oh, das weiß doch jedermann und jede Frau, daß Iglus immer aus Eis und Schnee, nur nicht aus Holz sind, aber ehrlich. Jahaha, da haben wir uns getäuscht, meine lieben Leser, ich habe das auch eben erst gelernt, aber tatsächlich bedeutet der Begriff ᐃᒡᓗ, das ist Inuktitut, wie jeder weiß, tatsächlich bedeutet also Iglu oder ᐃᒡᓗ erstmal nur Haus oder Wohnung. Egal, aus welchem Material. Wikidingsbumsschlaubergermodus: aus. Wenn Sie so ein Ding aus Holz bauen wollen, bitte sehr, hier gehts zu einer Anleitung, alles easypeasy. Wieso man allerdings mit dem Suchbegriff Iglu ausgerechnet bei mir landet, bleibt rätselhaft, aber vielleicht lags am Holz in der Suchanfrage.

was bedeutet die hat ja holz vor der Hütte

Schon wieder Holz. Ja, wie soll ich Ihnen das jetzt jugendfrei erklären? Holz vor der Hütte meint… ach, was weiß denn ich.

Mit Pistolen fängt man keine Männer

Ja, eben! Eher mit Holz vor der Hütte. Sie verstehen. *Zwinker, zwinker* 

icke so Berliner und alle so yeah

Das geht mir manchmal auch so. Also, eigentlich ziemlich oft sogar. Berliner-sein hat ja offenbar immer noch was. Das klingt nach weltläufig, lebendig, manchmal auch ein bißchen nach großer, weiter Weltgeschichte. Ick bin ein Börlinna, Kennedy, schaun Sie da mal rein, hach, ich bekomme da jedes Mal noch Gänsehaut, ehrlich, naja, Sie wissen schon.

fall der berliner 1944

Ja, das klingt auch nach großer Weltgeschichte, war aber weder cool noch lebendig, sondern eher ganz genau das Gegenteil. Wobei ich mich frage, ob Sie sich vielleicht in der Jahreszahl geirrt haben, aber auch 1944 war schon ziemlich ätzend in Berlin, meine Mutter selig hat das selber noch erlebt, das war nicht lustig.

hase ich bin ein Berliner und morgen tot berliner

Es berlinert grad sehr viel in diesen Suchanfragen. Aber diese hier macht mich tatsächlich ratlos. Ich habe lange darüber nachgedacht und halte sie inzwischen für eine Art verschlüsselte Morddrohung. Herr Hase aus Berlin, bitte machen Sie sich auf das Schlimmste gefasst. Und informieren Sie ggf die Kriminalpolizei. 

Im Übrigen erinnert mich das an einen alten Journalistenschul-Kollegen, der mal zwecks geplanter Anmietung eine Erdgeschoßwohnung besichtigte, aus der der ermordete Vormieter soeben auf einer Bahre herausgetragen worden war. Auf einem der schmutzigen Fenster zur Straße hin hatte jemand mit dem Finger in den Schmutz – und lesbar vom Inneren der Wohnung aus –  geschrieben: Zahle! Der junge Kollege hat dann von der Anmietung Abstand genommen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

huhn spuckt wasser

Nein, das ist nun ausnahmsweise kein Berliner Phänomen, das passiert in den besten Hühnerfamilien landauf, landab. Sie können sich hier in meinem Lieblingsforum mal näher zu möglichen Risiken und Nebenwirkungen rund um Wasser-spuckende-Hühner informieren, falls sich das nicht schon erledigt hat oder das Huhn inzwischen verstorben ist. In letzterem Fall: mein Beileid.

frühkindliche schwerste Prägung

Ach Gott, ja, das war ja nun klar, daß ausgerechnet solche Fragen auf mein Blog führen. Meine schwere frühkindliche Prägung werde ich wohl nie mehr los, sie verfolgt mich geradezu, quer durchs Leben und durchs Internet. Ich blogge ja überhaupt nur, um das zu kompensieren. Kann ich Ihnen auch empfehlen. Hilft. Ehrlich. Zumindest manchmal.

 

 

 

  • 1 Kommentar
  • Pong 15. März 2016
    Antworten

    Hahaha!

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