Ort zum Sonntag.

13. März 2016

In aller Herrgottsfrühe ins Vereinsheim, als eine der ersten von insgesamt zweihundertfünfzig Wahlberechtigten im Dorf. Vielleicht sind es auch zweihundertsechzig, so genau weiß ich das nicht mehr. Nett geplaudert mit den Wahlhelfern, nein, Ihren Ausweis müssen wir nicht sehen, man kennt sich doch, haha. Aber es gibt tatsächlich ein, zwei Namen auf der Liste, mit denen wir noch kein Gesicht verbinden können.

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Der Ortsvorsteher schleppt einen Picknickkorb mit Stärkung für die Männer herbei, vorwiegend in flüssiger Form, aber den Wein gibts erst heut abend, nach getaner Arbeit, sagt er grinsend.  Nach der Auszählung der Stimmen also, wenn wir anderen schon gebannt vor den Bildschirmen daheim sitzen.

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  • 9 Kommentare
  • Anna Schmidt 13. März 2016
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    Schulterklopfer … :-) … ich schau gebannt auf den Tagesausgang!

  • Provinzei 14. März 2016
    Antworten

    Die AfD hatte in Mannheim, Stadt ! nix Provinz, in einem alten Arbeiterviertel mit das beste Abschneiden.
    Direktmandat !
    Wohl weil dort sehr viele Ausländer wohnen.
    Sprich sich die Alteingesessenen irgendwie „bedroht“ fühlen.
    Und die Unterschicht halt auch schon immer etwas doof war.
    Nennen Wir es beim Namen.
    Erst die Hardliner wählen und dann auf dem Schlachtfeld verheizt werden.
    So war es schon mal. Egal.
    Andererseits müsste es dort doch eigentlich auch viele Neudeutsche geben, die auch Wahlberechtigt sind.
    Aber die haben irgendwie keinen Bock, sich an der Gesellschaft zu beteiligen.
    Sie fühlen sich trotz Deutschem Pass nicht zugehörig.
    Sollen Ihren Scheiß doch alleine machen.
    Auch blöde !!!!!!!!!!

  • Provinzei 14. März 2016
    Antworten

    Aber in der Provinz gibt es auch Ghettos.
    In Münsingen, schwäbisch Sibirien, ehem. Truppenübungsplatz u.s.w., gibt es eine rel. neue Siedlung, fast nur von Russlanddeutschen bewohnt.
    Wurde in den 90ern hochgezogen, als Kohl noch jede Stimme brauchte.
    Da dachte man, alle guten Deutschen heim ins Reich, die werden nach 100 Jahren Sozialismus keine Roten mehr wählen.
    Tun die immer noch nicht. Dafür wählen die jetzt AfD.
    So sieht Dankbarkeit aus.

    • LandLebenBlog 14. März 2016
      Antworten

      Ja, also gerade Mannheim, das wundert mich auch sehr.

      • Brigitte Augspurger 14. März 2016
        Antworten

        Wundern? Ich bin immer noch entsetzt…. uns zugezogenen Sozis war Mannheim, vom Besonders Christlichen Hinterland aus gesehen, die Gewähr dafür, daß wir nicht allein unter Schwarzen im Ländle hausen. (Schwarze sind hierzulande, um Mißverständnisse zu vermeiden, CDU-Politiker und-Wähler.)

  • Linda 14. März 2016
    Antworten

    Mit dem Ausweis hier auch so.
    Noch nicht mal ‚Sie‘, sondern ‚Du‘ – warum ich jedes Mal meinen Ausweis mitnehme, weiß ich auch nicht.
    Find ich aber schön, wenn man einander kennt.

    • LandLebenBlog 14. März 2016
      Antworten

      Ich finde das ja auch.

  • Provinzei 14. März 2016
    Antworten

    Und was ich ganz großartig finde ist daß:
    1.) Niemand in der Schlange stehen muss, bis er drankommt. Einfach relaxed reinschlappen, Zettel holen, Kreuz ran, abgeben, kleiner Plausch mit den Wahlhelfern, die man natürlich kennt ;-) und wieder ab.
    Nicht was man sonst so im TV sieht.
    2.) Man keine Todesangst bei der Stimmabgabe haben muss, nur weil man der Falschen Ethnie, dem falschen Stamm, der falschen Religion………
    3.) Man sicher sein kann, daß die Stimmen korrekt ausgezählt und weitergegeben werden.
    4.) Man die Stimme nicht in „Wahlautomaten“ eingeben muss, so wie in den USA.
    5.) Das die unterlegenen Parteien keinen Bürgerkrieg anfachen, wenn Sie die Wahl verloren haben.
    Wenn man sich das mal genauer überlegt muss man sagen, Wir leben in einem Paradies, bei aller Scheiße die trotzdem noch abgeht.
    Ein PARADIES.

    • LandLebenBlog 14. März 2016
      Antworten

      Das haben aber offenbar etliche Leute vergessen. Allen voran die, die immer noch nicht wählen waren. Wobei ich mich bei der Wahlbeteiligung in BaWü nicht beklagen will, 70 Prozent, das war schon deutlich schlechter.

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