Frischfisch.

Samstags frischen Fisch kaufen (oder auch an jedem anderen Werktag), das kann ja nun nicht wirklich einen Beitrag wert sein. Denken Sie sich so als Großstädter. Tjahaha, das denken Sie sich also so in Ihrem jugendlichen Leichtsinn. Tatsächlich gibt es kaum etwas Schwierigeres in der Provinz, als frischen Fisch zu kaufen, das kann ich Ihnen aber flüstern. Zumindest dann, wenn Sie in ein Fachgeschäft wollen und nicht in den Supermarkt. Dabei hätten wir sogar halbwegs um die Ecke einen Händler, aber der hat momentan nur Räucherfisch. Ist trotzdem aber sehr empfehlenswert, so sagt man uns, wir werden das mal testen.

Für frischen Fisch fahren wir also nach Miltenberg, mal eben 30 Kilometer hin, und 30 wieder heim. Aber was tut man nicht alles. Der Laden ist der Hit, der ganze Ort ist äußerst nett, es gibt Cafés und schnuckelige Lädchen und jede Menge Fachwerk. Betrachten Sie das also als eine Mischung aus Ausflugstipp und Einkaufstipp, wir können das wirklich empfehlen. Und oben auf der Mildenburg gibts angeblich eine spannende Ausstellung, aber die hat im Winter zu. Also Kabeljau statt Kiefer, und Pangasius statt Polke. Is klar.

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13 Kommentare

  1. Fisch ist ja nicht des Odenwälders Kost…aber in meiner Kindheit gab es im Ort den Fisch-Franzle, und der brachte regelmäßig zum Freitag den Fisch, eingewickelt in Zeitungspaier ins Haus. Es gab Kabeljau oder Seelachs, Bratheringe, Rollmöpse oder
    Schillerlocken. Entsprechend roch der Mann und war stets Zielscheibe des Spotts. Und ich bin so zur begeisterten Fischesserin geworden ( die selbst gefangenen Forellen meines Vaters aus dem gepachteten Bach hingegen musste ich wg. Allergie verschmähen ).
    Aber Miltenberg ist schon mal nen Ausflug wert…
    Einen schönen Sonntag!
    Astrid

  2. Ort und Laden sehen klasse aus. Sicher mal einen Ausflug wert. Und eine gute Gelegenheit als Landei mal wieder ins „pralle“Stadtleben einzutauchen. So ködert dich mal der Fisch, normalerweise ist es ja umgekehrt.

  3. das mit der süßwasserfisch-allergie ist natürlich eine katastrophe im gebirge.
    wo es da inklusive der flüsse alles erdenklich gute geben könnte:
    forellen, saibling, hecht, barsch, zander, aal etc. etc.
    aber nicht mal das wird käuflich angeboten. das volk isst es nicht.
    forelle, saibling schon, gibt es, ich hatte sogar auf dem markt einmal einen extratreffer. schleie aus einem odenwälder zuchtgewässer.
    für meeresfische fehlt glaube ich die tradition wegen lieferschwierigkeiten (s. olfaktorisch nicht ganz einwandfreier zeitungspapier-händler).
    dennoch ist es eine schande, dass trotz modernen kühlketten und weitgehend eingekehrter reise-„weltläufigkeit“ auch im hintersten eckchen des landes der bedarf an fisch offenbar nicht gewacchssen ist.
    wie anders sieht sowas in fnakreich aus: mitten im land gefühlte zehntausend kilometer von der küste entfernt gibt es die herrlichsten fischtheken in supermärkten und ich fachgeschäften. da frisst der bauer gerne, wa er vielleicht doch kennt, aus welchen gründen auch immer.

  4. um der wahrhiet aber die ehre zu geben:
    in eberbach auf dem markt ist 2mal die woche ein gut sortierter wagen da mit meeresfisch, auf bestellung alles …
    und auch so … der hat schon mal einfach so pulpo dabei ..
    lotte hat er immer, branzino und orata sowieso

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