Blaumanns Erzählungen.

Blaumann

 

 

 

Immer wieder samstags. Hühnerstall säubern.

 

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Nicht ausmisten, nur ein bißchen säubern.

Ausmisten tut die Hühnerhalterin von Welt nur alle Schaltjahr einmal.

Dank der deep litter method. For the lazy chicken keeper, wie die Engländer sagen, die das erfunden haben. Der Komposthaufen im Hühnerstall ist nicht unumstritten in der HühnerSzene, aber für mich das non-plus-ultra. Und für die Hühner offenbar auch. Schädlinge, Milben, Krankheiten, bislang alles Fehlanzeige.

 

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Also: säubern. Schubkarre durch den Schnee wuchten, Hühnermist auf den Rudi-Steiner-Komposthaufen fahren. Der freut sich.

 

Unbefugten ist der Zutritt verboten.

Hünchenauslauf. Unbefugten ist der Zutritt verboten.

 

Verstanden??

Verstanden??

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Dann noch den Hühnern ein paar Wege freigeschaufelt im ollen harten Schnee. Nicht, daß sie noch nasse Füße bekommen, herrjeh. Außerdem sind Hühnchen schneeblind. Ehrlich. Völlig aufgeschmissen ohne unsere Schaufelei.

Ansonsten aber hart im Nehmen. Müssen sie auch sein, denn bei mir ist Robusthaltung angesagt. Keine Heizung, kein künstliches Licht. Alles so, wie Mutter Natur es sich so denkt. Und wenn Mutter Natur sich denkt, sie macht es jetzt mal nächtens minus 20 Grad kalt, dann isses halt so. Die Hühner sinds gewöhnt.

 

Zwei von ihnen zogen es im vergangenen Winter sogar vor, nachts auf dem höchsten Ast in der windigsten Ecke des Gartens zu schlafen. Ein paarmal meinte ich, sie wecken, von einer dicken Schneedecke freiklopfen (klopf, klopf, klopf) und fürsorglich  in den Stall tragen zu müssen. Ganz mütterlich war mir ums Herz. Ihr empörtes Gebrüll aber war so ohrenbetäubend, daß ich morgens beim Bäcker schon wieder gefragt wurde, warum ich ausgerechnet kurz vor Mitternacht schlachte.

Also bitte, dann eben nicht. Ab Hochsommer haben die zwei dann von alleine beschlossen, jetzt nachts doch im Stall zu schlafen. War einfach zu ungemütlich da draußen.

Verstehe noch einer die Hühner.

 

 

 

 

 

 

3 Kommentare

  1. Nee, Hühner verstehen ist wirklich nicht einfach :D.
    Das mir Mutter Natur ist allerdings so eine Sache – nach der Natur hätten wir hierzulande keine Hühner und wenn, würden sie nur 1 Gelege pro Saison produzieren, von daher bin ich ab und zu auch mal unterstützend tätig 😉 . Bei minus 22 Grad und übelsten Ostwind durften die Hühner auch mal für eine Woche in ein vom Mieter sowieso versaubeuteltes Wohnzimmer einziehen – sie fanden das mit dem Sofa gar nicht übel…

  2. Artgerechte Hühnerhaltung, finde ich. Bis aufs Schneeschippen machen wir das genauso – Schnee liegt hier so selten 🙂 Ausserdem sind Hühner weniger kälte- als hitzeempfindlich. Im Hochsommer verziehen sich unsere gerne mal in den Schatten und machen viel mehr Pausen …
    Viel Spass und schönen Sonntag

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