Nie wieder Knöllchen.

1. Juli 2013

Bremer Ordnungshüter fahren dieser Tage bei Verkehrssündern eine „bürgerfreundliche Strategie“. Statt Knöllchen gibts ein freundliches Vier-Augen-Aufklärungsgespräch. Das wirke manchmal mehr als tausend Worte, heißt es. Die Aktion – das am Rande bemerkt – ist gleichzeitig als stummer Protest gegen die Sparpolitik des Landes gedacht, die auch die Ordnungshüter bitter trifft. Und weil die nicht streiken dürfen, machen sie ihrem Unmut eben auf diese Weise Luft.

Die Meldung erinnert mich an einen Ausflug dieser Tage nach Ulm:

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Mein Landpomeranzen-Auto (Drei-Buchstaben-Kennzeichen, logo) mitten im absoluten Halteverbot am Bahnhof. Es nähert sich aufreizend-langsam ein Ordnungshüter. „Wo kommen Sie denn her?“ fragt er mit wichtigem Blick erst auf das Verbots-, dann auf mein Nummern-schild. „Aus dem Odenwald.“ Kurze Pause seinerseits. Dann: „Aus dem Odenwald?? Ach so!…na, dann.“.

Weg ist er. Ohne freundliches Gespräch. Ohne un-freundliche Verwarnung. Ohne Knöllchen. Einfach: „Aus dem Odenwald?? Ach so! Na, dann.“

Und weg.

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