Besser wirds ja nicht, so corona-mäßig. Auch hier in der vermeintlichen Idylle steigen und steigen die Zahlen der Neuinfizierten, und die Isolierstationen der beiden kleinen Krankenhäuser waren gestern zumindest nahezu komplett belegt. Am Tag zuvor war die Hälfte der Betten noch frei, und plötzlich wird es eng. Dabei sind die kleinen Krankenhäuser so klein nun doch nicht, wenn ich das richtig mitgezählt habe, reden wir über insgesamt rund 40 solcher Isolierbetten, und in denen lagen gestern beileibe nicht irgendwelche Verdachtsfälle mit eigenwilligen Symptomen, sondern handfest Infizierte, deren Zustand so ist, dass sie zuhause nicht versorgt werden können.

Ich sags ja nur mal so. Auch an die Adresse derer gerichtet, die immer mal wieder meinen, kleine Provinzkrankenhäuser könne man doch eigentlich direkt schließen, die kosten ja nur Geld. Ja, nee, is klar. Das nächste wirklich große Krankenhaus ist von hier aus 60 Kilometer entfernt. Ganz prima Sache. Mit Blick auf die übervollen Isolierstationen könnte ich jetzt auch irgendwas in Richtung all derer sagen, die meinen, Corona wäre ja nur eine bessere Grippe, oder das alles nur eine Weltverschwörung zur Abschaffung der Menschenrechte. Merkeldiktatur und so, naja, Sie wissen schon. Allein, es fällt mir dazu nichts mehr ein. Ende der Durchsage.

Heute früh, da draußen irgendwo.

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Eier an Eierkunden ausgefahren, rumgeknipst, dem Untermieter am See Guten Tag gesagt. Was man halt so macht, an einem freien Tag auf dem Lande. Der junge Herr sitzt da herum und döst und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein, mir scheint das ein ganz sympathischer Ansatz. Wenigstens kann man so keinen Schaden anrichten, gesamtgesellschaftlich und weltweit gesehen. Vor Ort richtet Bibi natürlich doch einen gewissen Schaden an, den man aber so nicht nennen möchte. Er nagt und nagt an allem, was nicht mit Drahthosen gesichert ist. Und er schleppt Dinge von hier nach da, Äste, Zweige, Rechen, Stangen. Ich wurde zwischendurch verdächtigt, Gartengeräte versteckt zu haben, bis sich zeigte, das eben jene Gartengeräte inzwischen als Bauteile für den rudimentären Biberbau dienen.

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Advent, Advent, kein Lichtlein brennt. So un-adventlich wie in diesem Jahr war mir selten zumute. Es liegt weniger an meiner generellen Advents- und Weihnachts-Unlust, sondern vielmehr an der Zeit. Die scheint in diesem zuende gehenden Jahr irgendwie aus den Fugen geraten. Mal rast sie, mal steht sie still. Was gestern war, kommt mir vor, als sei es Jahre her. Was Monate her ist, scheint eben erst passiert zu sein. War in diesem Jahr Sommer? Und wenn ja, wann war das? Sind wir nicht sogar im See geschwommen, im eiskalten Wasser? Alles ewig her. Und war nicht auch irgendwann Frühjahr? Puh, ich kann mich nicht erinnern. Wie hat das nochmal alles angefangen? Und wann haben wir das letzte Mal so richtig stinknormal gelebt? Und, wie bitte??: Plötzlich ist Dezember, wie kann das sein?

Also bald schon mal an Heiligabend denken. In den vergangenen Jahren haben wir an diesem Tag immer Menschen eingeladen, die mit dem heiligen Christfest ebenso auf Kriegsfuß stehen wie wir, und die noch dazu alleinstehend sind. Viele rasend-nette Abende haben wir so schon verbracht. In diesem Jahr werden wir würfeln müssen, wer kommen darf – und wer nicht. Doof ist das, ganz doof.

4 Kommentare zu “Dies und das.”

  1. Aber Schnee habt ihr. DEN werde ich auch in diesem Jahr nicht zu Gesicht bekommen.- Danke für die Infos, verbunden fühle ich mich der Gegend immer noch sehr, merke ich dann.
    Gute Nacht!

  2. Advent ist eine Zeit der Erschütterung, in der
    der Mensch wach werden soll zu sich selbst.
    *Alfred Delp*
    Und das finde ich bei Ihnen, lieben Dank dafür.
    Herr Bibi sieht wohlgenährt aus, da wird er den Winter – ohne Corona Pandemie –
    gut überstehen. Hihi, bin etwas neidisch, aber ich gönn’s ihm von Herzen.

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