Rückzug XXV

19. April 2020

In diesem Hause sind jetzt endgültig alle verrückt geworden, Katze Emmy ist da nur ein Beispiel. Dieses Viech hat noch nie in ihrem Leben in irgendeinem Korb oder in irgendeiner Kiste gesessen, ich sehe da immer diese coolen Bilder von Katzen in Körben und Kisten im Internet, und ich denke so bei mir, tja, meine Emmy macht ja sowas leider nicht, und Peng! Korb mit ollen Gartenschuhen kurz auf dem Tisch abgestellt, und Hopps! Katze drin. Das ist ein Omen, ich sage Ihnen das, ein Omen!, ich weiß nur leider noch nicht, wofür.

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Es gibt da diese oberschlaue Spruchweisheit, chinesisch oder tibetanisch oder wasweissich. Sorge Dich nicht, wenn schwarze Vögel um Deinen Kopf flattern, aber passe auf, dass sie kein Nest in Deinen Haaren bauen. Ich gucke in den Spiegel und auf meine Frisur, und jetzt weiß ich auch nicht.

Aber, unter uns: Ich habe einen Friseurtermin. Mitte Mai, chakka. Friseurtermine sind das neue Klopapier, heiß begehrt und schwer zu kriegen. Aber: Ich! Habe! Einen! Ätsch!

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Bitte folgen Sie Herrn Buddenbohm. Auf seinem (Klick!) Blog. Auf facebook. Auf Twitter. Er ist der Großmeister im Suchen und Finden von tollen Texten, und der Großmeister im Formulieren sowieso. Besuche bei ihm sind immer extrem lohnend. Und er nimmt das mit den Blogger-Relations und der Vernetzung sehr ernst, dauernd schickt er seine Blogbesucher auf meinen Blog hier, das ist einerseits sehr nett gemeint, ehrlich, zwingt aber andererseits demnächst meinen Server in die Knie, weil jedes Mal tausende seinem Ruf zu mir hier folgen. Überhaupt zählt mein bloginternes Zählsystem derzeit an normalen Tagen zwischen 2500 und 4000 Leser, ja, liiiebe Leute, habt Ihr denn nichts Besseres zu tun? (Danke! Ich liebe Euch alle!) (Und was sind überhaupt normale Tage, kein Mensch erinnert sich an normale Tage.)

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Noch hält der Server, dafür hat das Auto vor der Tür seinen Geist aufgegeben. Ich habe gestern mal wieder ganz vorsichtig auf den Kontostand gelinst und musste tatsächlich – selten genug – lächeln. Und ZACK ging gleichzeitig unten vor dem Haus das Drecksauto kaputt, Ursache und Wirkung, immer!, naja, Sie wissen schon. Auf dem Lande ohne Auto ist Mist. Ja, dann fahre doch mit Bus und S-Bahn, hahahaaaa, selten so gelacht.

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Wetter schön, Nachtruhe schlecht, Erschöpfungslevel hoch. Wobei: was heißt eigentlich Wetter schön? Sonne und Trockenheit seit Wochen, kein Regen weit und breit. Schön ist das eigentlich nicht mehr, Dürre undsoweiter, da droht gleich die nächste mittelschwere Katastrophe.

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Ich besuche Gaststätten hier in der Region und berichte ein bißchen über deren Situation, treue Leser haben das bereits zweimal nachlesen können. Bei meinen Besuchen habe ich zunehmend das Gefühl, dass es da ein Land-Stadt-Gefälle gibt, ja, in dieser Reihenfolge, denn eventuell ist es so, dass es noch den abgelegensten Dorf-Gastätten derzeit besser geht als denen in der Stadt. Ländliche Solidarität und so. Ausserdem haben viele auf den Dörfern schon mal nicht das Problem, dass sie Miete zahlen müssten, eine Sorge weniger. Und im Dorf hält man zusammen, da wird jetzt plötzlich Take-away zum Soli-Beitrag der etwas anderen Art. Nur so eine erste Vermutung, bleiben Sie dran, wir finden da noch Näheres heraus.

Wir haben übrigens für heute abend (Klick!) hier im Dorfgasthaus bestellt, wie es da derzeit zugeht, werde ich Ihnen morgen hier im Blog erzählen. Es gibt also heute abend Schweinelende Aioli und Sauerbraten, der ist im Angebot, die Abholung ist auf extakt 18 Uhr 50 terminiert, das ist schwer durchgetaktet und man sollte pünktlich sein. Und die Website ist vorbildlich aktualisiert im Moment, da sollten sich andere Gasthäuser bitteschön gefälligst mal eine Scheibe von abschneiden.

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Der Nachbar macht Lärm, am Heiligen Sonntagvormittag im tiefkatholischen Dörfchen. Rasenmäher oder sowas, Hochdruckreiniger, ach, ich habe keine Ahnung. Vermutlich weiß er aber gar nicht, dass Sonntag ist, das geht ja in diesen Zeiten alles durcheinander, da verliere auch ich schon mal den Überblick.

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Mein Geo nimmt sie mit in sein Depot. Dem sind Wochentage herzlich wurscht. Seit jeher. Das Glück der Selbständigen.

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Und ansonsten: Folgen Sie Herrn Buddenbohm. Oder sagte ich das bereits? Ach, ich verliere schon wieder den Überblick. Es ist aber auch kompliziert.

  • 3 Kommentare
  • moni-fr 19. April 2020
    Antworten

    Die täglichen Zugriffe auf Ihren Blog wundern Sie?!?
    Mich nicht…
    Sie und Herr Buddenbohm sind doch im mittlerweile total zugemüllten Blogistan zwei der ganz, ganz wenigen Leuchttürme. Ich genieße Ihre beiden Blogs sehr!
    Grüßle aus dem Breisgau – Monika

    • LandLebenBlog 19. April 2020
      Antworten

      Oh. Danke. Aber ich glaube, es gibt schon noch viele tolle Blogs, mir fehlt nur selber momentan die Zeit und vor allem die Ruhe zum Lesen.

  • Herkimer 20. April 2020
    Antworten

    Heute erzählte mir jemand, dass im Briefkasten einer Trierer Kneipe manchmal Umschläge mit Geld und der Anzahl der Biere und Trinkgeld landen.

    Ansonsten danke, hier lesen zu können!

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