1. FC Huhn.

Wir haben hier mal wieder etwas für die Mitglieder des 1. FC Huhn, also ein bisschen gepflegten Hühnchen-Content für die treuen Fans dieser Art von Tierberichterstattung. Eigentlich hätte die Überschrift lauten sollen Huch! Wo kommen denn die Küken her?, aber ich war mir nicht sicher, ob das nicht vielleicht meinem ansonsten untadeligen Ruf als kompetente Hühnerzüchterin schaden könnte.

Jedenfalls ging mein Gatte gestern abend noch zu den Hühnern in den Auslauf, sah zwei  Küken und rief Huch! Wo kommen denn die Küken her? Dann rief er mich, und ich rief Huch! Wo kommen denn die Küken her?

Die Windeln sind glücklicherweise schon von Geburt an dabei.

Wie dem auch sei:  wir hatten da seit Wochen mal wieder so eine bescheuerte besessene Glucke, die saß und saß, und unter ihr der Eierberg wuchs und wuchs. Alle Hennen legen traditionell ihre Eier dazu, es gibt ein großes Durcheinander und sieht aus wie in einer Berliner WG-Küche der Siebziger Jahre.  Aber üblicherweise kommt dabei ja nie etwas heraus, so ignorierten wir das Ganze einfach fachmännisch. Unser reinrassiger Hahn ist wunderschön und stolz und schrecklich eitel, aber beim Thema Familiengründung leider eine Niete. Wie im richtigen Leben. Naja, Sie wissen schon.

Nun war der Eierberg aber offenbar zu hoch und zu unbequem geworden, und aus zwei wider Erwarten befruchteten Eiern jeweils ein Küken geschlüpft, und so stand die Glucke nun also gestern auf, ging mit ihren Kindern an die frische Luft und erwischte uns damit sozusagen kalt. Den Hahn vermutlich auch. Der hat doch mit sowas nicht im Traum gerechnet!

Uns wird aber natürlich gleichzeitig ganz warm ums Herze.  Wir sind quasi schockverliebt. Kannste aber glauben.

Sonnenanbetung.
Fressen üben.

Nun verbringen wir das Wochenende also damit, erstens der Glucke zu verklickern, dass es nicht verkehrt wäre, mit den Küken abends in den Stall zu gehen. Fuchs und Marder undsoweiter, die sind doch gleich da, wenn Muttern mit den Kindern unterm Hühnerwagen schläft. Zweitens Kükenfutter herzustellen, eine geschredderte Matschmischung aus hartgekochten Eiern, Haferflocken, Brennnessel und Löwenzahn. Dazu Knoblauch und Oregano. Drittens überall im Gehege kükensichere Trink- und Futternäpfe zu verteilen – also Gefäße, die so flach sind, dass ein Küken weder metertief hineinstürzen und sich was brechen -, noch darin ertrinken kann. Ach, an was man alles denken muss. Aber besser daran als an das Elend dieser Welt. Naja, Sie wissen schon.

10 Kommentare

  1. Joi, sind die niedlich! Die sind aber gelungen, die beiden! 😍
    Und Deiner Rezeptur nach, sind sie auch noch Feinschmecker. Ist der Knoblauch zum Entwurmen, oder als Lockmittel?

    Habt noch einen sonnigen Samstag!

  2. So eine Überraschung zum Sonntag! Wie niedlich! Jetzt hoffe ich auf viele Kückenfotos in der nächsten Zeit.
    Viel Glück!
    Juliane

  3. die fotos von den küken sind ja wunderschön gelungen!!!
    danke für´s teilen!
    besonders die sonnenanbeterin finde ich sooo klasse :-)

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