12 von 12.

Die Zeit verrennt, wir hetzen hinterher. Bald ist schon wieder Weihnachten. Naja, Sie wissen schon. Heute ist aber erstmal der Zwölfte des Monats, also Zeit für die Blogger-Aktion 12 von 12. Zwölf Bilder, die den Tag beschreiben, also bitte.

Erstmal Hunderunde morgens vor Sieben. Kinder, es liegt ein herbstlicher Faden in der Luft!, würde mein Großvater jetzt sagen. Alle würden genervt die Äuglein gen Himmel rollen, aber er hätte wie immer recht damit.

Dann Forellen füttern am See. Ach, wenn doch nur alle Leute schon beim Frühstück so munter und aufgeweckt wären wie diese Fische! Die Welt wäre ein besserer Ort, glauben Sie mir.

Dann ins Büro. Bürokratenkram und ein bisschen aufräumen. Dann Kennenlern-Besuch von einem Bürgermeister. Der hier könnte mein Sohn sein, das geht mir inzwischen leider öfter so. Außerdem interessiert er sich durchaus für die digitale Technik in meinem Büro, das ist ebenso generationsbedingt wie die Tatsache, dass er mit dem Begriff Tonkopf nun rein gar nichts anfangen kann. Ich versuche es ihm anhand der guten alten (und von mir noch gelernten und genutzten) Tonband- und Cassettentechnik zu erklären, aber das Unverständnis in seinen Augen wird nicht kleiner, sondern eher größer. Und ich schaue mich dann also demnächst mal nach einem Platz im Altersheim um.

Der senkrechte Strich ist das, was früher mal der Tonkopf war. Vor 200 Jahren etwa.

Vor lauter Schreck dann den imaginären Rollator geschnappt und in die Mittagspause gerollert.

Landesgartenschaugelände.

Für den Funkhund geht die Mittagspause auch nach der Runde durchs Gelände weiter, jetzt in horizontaler Körperhaltung. Das wirkt auf die arbeitende Bevölkerung nicht eben motivationssteigernd, ist aber immer so. Solange sie während der Tonaufnahmen nicht aufreizend laut schnarcht, ist alles im grünen Bereich.

Kreative Problemlösungen. Windschutz fürs Mikro zerfetzt, und ohne Windschutz ssssspfpfpfpfpfpfffff. Früher hätte ich da die Techniker gerufen, aber die sind vermutlich eh grade in Kapstadt oder Kabul unterwegs und haben keine Zeit für den Odenwald.

Loch in Spülschwamm bohren, Mikro rein, Rest Spülschwamm wegschneiden, fertig.
Ideen muß man haben.

Dann irgendwann rein in den Feierabend. Erst Rush-hour, dann Kaffee-Zeit.

Und jetzt das Abendessen für die lieben Gäste zusammenpflücken. Salate. Nur die dazu geplante Hühnerbrust wächst leider nicht im Hochbeet, die kriegen wir im Nachbardorf. Beste Hühnchen ever. Abgesehen von meinen eigenen, versteht sich. Aber die essen wir ja auch nicht.

In diesem Sinne: schönen Abend allerseits.

8 Kommentare

  1. Hab fast geschrien vor Lachen, zu göttlich alles!
    Ja, hier in Bonn kommt der Herbst auch auf leisen Sohlen an. Die Kastanien sind bald ganz kahl, das ging irgendwie sehr schnell dieses Jahr.

  2. Ich frag‘ mich dieser Tage auch öfters, wann das eigentlich umgeswitcht (… Schreibweise? Ehm…) ist von „Ich bin überall die Jüngste!“auf „Ich könnte Deine Mutter sein!“ – nicht, dass ich das bedauerlich finde, nee, echt nicht. Der Change ist nur komplett an mir vorbei gegangen, hups?

  3. Das Hundebild ist so schön, die McGyver-Lösung für die Tonaufnahme hätte selbigem auch gefallen.
    Und ich weiß was ein Tonkopf ist. Aber ich bin ja auch kurz vor der Pensionierung. :D
    Viele Grüße,
    Karin

  4. Ich freu mich sooooo auf den Herbst, wegen mir dürfte schon Weihnachten sein, aber das ist dann auch blöd weil so schnell wieder vorbei! Liegt vermutlich daran, dass um Weihnachten rum eben wirklich so ziemlich alles etwas langsamer und ruhiger vonstatten geht und ich aktuell „leicht“ überarbeitet bin. Ich mag es einfach wenn es kühl ist (auch wenns in meinem Haus dann zieht) und die Leute etwas gemütlicher werden, und Feuer im Ofen prasselt und ich liebe den Geruch von Herbst in meiner Nase, die frisch aufgeworfene Erde hach… Sommer ist nicht meine Zeit. Daher liebe ich die Unkenrufe von Menschen wie mir – die sagen – jaaaaa der Sommer ist vorbei, es wird Herbst. HERBST jaaaa es wird Herbst – freu! PS: das mit den Söhnen und Töchtern kenne ich mittlerweile auch, ich frag mich dann immer, was ich als Mutter mit dem jeweiligen Gegenüber machen würde wenns meine wären… jobbedingt häufig nix Gutes.

  5. Oh, Tonkopf, ja, ich weiss auch was das ist. ich fühl mich aber noch gar nicht so alt… hm
    Den Ausspruch mit dem Altweiberspinnenfaden finde ich wunderschön, ich hab ihn auch auf dem Foto entdeckt – beim zweiten Hinschauen. Hier ist es gerade auch sehr herbstlich. Aber wenn wir nicht über s Wetter reden könnten…hm?
    Liebe Grüsse
    Nina

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