Dürre.

Heute oder morgen soll es angeblich regnen, es wäre nicht das Schlechteste, Matschwetter hin oder her. Wir sind auch hier oben arg von der Dürre der vergangenen Monate betroffen. So manch ein Landwirt weiß nicht mehr so recht, womit er sein Vieh füttern soll, manch einer fährt in seiner Not Tiere zum Schlachter, die Milchleistung der Kühe ist gedrosselt, weil wenig Futter, das macht die Milchprodukte dann wieder teurer, und alle jammern in den Supermärkten.

Meinen Lieblings-Agrar-Zeitschriften entnehme ich, dass die Tonne Stroh derzeit mit bis zu 180 Euro gehandelt wird, im November 2017 waren das maximal 100 Euro. Bei gutem Heu sieht es noch viel schlimmer aus: vergangenes Jahr kostete Heu im Rundballen 140 Euro pro Tonne, aktuell sind wir bei bis zu 220.

Wo hier im Hohen Odenwald einst fröhlich die Bächlein plätscherten, ist Totenstille, und wo Seen waren, eine Mondlandschaft. So, wie hier bei uns umme Ecke, ich habe da mal mit der Videofunktion des Händis herumgespielt und bin einmal quer durch den großen See gelaufen, bitte sehr.

 

 

 

7 Kommentare

  1. Guten Morgen. Angeblich soll es heute (zumindest in NRW) regnen. Ich wünsche es Euch auch sehr, wie gruselig die spinnenartig bedeckte Mondlandschaft des Sees aussieht!
    Liebe Grüße
    Nina

  2. Bayerischer Wald hier, grüße dich.
    In einigen Ortschaften hier ist die Trinkwasserlage bereits katastrophal. Was natürlich auch damit zu tun hat, dass eine fünfköpfige Familie mit zwei teenagenden Töchtern mehr Wasser verbraucht als ein Bauernhof mit fünf erwachsenen Kühen.
    Die Situation wird über den Winter auch nicht besser werden.

    Wann hast du im Odenwald zuletzt einen schönen Landregen gesehen? Ich meine, so eine Regenzone, wo es drei Tage lang einfach gemütlich runterregnet, nicht zu viel und nicht zu wenig. Hier schon länger nicht mehr.

    Wünsch dir übrigens kein Gewitter. Die MTTR (mean time to repair) für einen DSL-Verteiler ist hier acht bis zehn Tage.

      • Ja, das deckt sich ungefähr mit meiner Erfahrung.

        Andererseits, wir haben hier so viele Äpfel wie selten zuvor. Schade, dass das hier nicht Hessen ist, da könnte man viele Liter Äppelwoi draus machen. Die Apfelausquetschsaison haben sie in meiner Gegend glatt um eine Woche verlängert, weil die Mostpressen den Anlieferungen nicht hinterher kamen.

        Meine paar bescheidenen Äpfel habe ich erfolgreich in Gelee und Dörrobst umgewandelt.

  3. Hier regnet es immer mal wieder und dann auch nicht zu knapp. Hoffentlich kann sich das alles im Boden gut verteilen. In meinem nächsten Umfeld sind in den letzten Jahren diverse sehr altgewachsene Bäume gefällt worden. Wenigstens haben sie die Wurzeln drin gelassen, als hmmm, Boden-Festhalte-Netz. Die Sorge bleibt. Denn: Manche hier sind ja so schlau, wenn der Verdunstungsschutz ohnehin schon mager ist, dann noch mit dem Rasenmäher drüber zu brettern. Dieses Jahr hatten wir noch Glück, weil mein Viertel unterhalb des Venusbergs liegt, das Wasser von diesem also zu uns durchsickerte. (Was dann oben auf der Waldau fehlte.) Ich bin kein militanter Vegetarier (es gibt ab und an auch mal Fleisch und Salami), aber das jetzt diejenigen leiden oder getötet werden müssen, weil der Mensch vor einiger Zeit die falsche Straße nahm, jetzt ihr Futter rar ist, ist erschütternd!
    War der Mülbener See ein Auwald, oder woher kommen die vielen jetzt trockengelegten Baumstümpfe?

  4. Pingback: Eine faire Wendung | Buddenbohm & Söhne

  5. autsch..
    das sieht ja trostlos aus
    ich nehem an das war ein Grundwassersee
    dolle geregnet hat es hier auch noch nicht ..
    meist senkt sich nur der Hochnebel ..so wie heute

    liebe Grüße
    Rosi

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