Kulissenwald.

5. Februar 2016

Es gibt so Waldstücke, die sehen aus, als seien sie eben noch auf der Bühne des Berliner Schillertheaters Kulisse gewesen, und wenn ich im Publikum gesessen hätte, würde ich sagen na, da hat der Bühnenbildner aber janz tief inne Klischeekiste jegriffn, wa. Kennen Sie vielleicht.

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Es braucht ein ganz besonderes Licht, um aus einem stinknormalen Wald einen Theaterkulissenwald zu machen, und heute habe ich so einen Moment erwischt. Man hörte hier und da die Regentropfen tropfen, die Sonne blitzte zwischendurch mal durch, die Amseln brüllten, und für einen Moment blieb die Zeit stehen. Zumindest fühlte es sich irgendwie so an.

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Und in der Ferne hörte man das Wummern und das Umbatäterää der Fasnachtsumzüge und das Grölen und Kreischen halbbesoffener Jugendlicher.

Alles sehr romantisch.

Naja, Sie wissen schon.

 

 

 

 

 

 

  • 2 Kommentare
  • Ulla 8. Februar 2016
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    Schöne Kulissen haben wir da, wir Odenwälder Kulturschaffenden. Das Allerschönste: alles echt hier!!

    Von der entgegengesetzten Ecke dieses Waldes, aus den Forsten östlichen von Seeheim-Jugenheim, stammt ein Foto von einem ebensolchen Kulissenwald, das – hätte es ein Bühnenmaler gemalt – den Weg auf die Bühne wohl nie gefunden hätte – einfach zu simpel dargestellt. Das Foto würde ich gern der Bloggemeinde nicht vorenthalten. Aber wie kommt’s dorthin, auf den Blog?

    Und noch ein paar Worte zum Hühnerdrama: Eigentlich hatte ich ja nach dem Lesen des Offenen Briefes an die schwarz gefiederten Damen den Tipp geben wollen, dass Konkurrenz das Eierlegegeschäft belebe. So jedenfalls ist’s bei uns gewesen, vor Monaten. Und heute wissen wir kaum, wohin mit den Eiern. Aber die blutige Zeit, bis die Hackordnung passt, die muss erst überstanden sein. Was den Menschen womöglich schwerer fällt als dem Federvieh…

  • Sabine 8. Februar 2016
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    Wie aus meinem Herzen gesprochen … Heute ist es die Fastnacht, manchmal ist es auch der Weihnachtschor. Meine Ponys sind geduldig und fragen nicht nach dem ‚Warum‘, das ist schlau.
    Ich bin vor 10 Jahren aus Berlin in die Zollernalb gekommen, nicht freiwillig und schiele daher immer noch mit einem Auge nach Berlin. Trotzdem geniesse ich derweilen die Wälder in Begleitung meiner drei haarigen Kumpels.

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