Samstag.

28. März 2015

Diese Woche hat mir in mehrerer Hinsicht die Sprache verschlagen. Trotzdem musste ich reden, reden, reden. Mit der Teenager-Praktikantin im Büro, die mal Journalistin werden möchte, trotzallem. Mit einer 15jährigen nachdenken über Ethik und Moral, über das Ob und das Wie von Berichterstattung, über Leichenfledderei und Pietät in unserem Beruf. Über Nähe und Distanz, Betroffenheit und Sachlichkeit.  Über notwendige Information und ekelhafte Auswüchse. Über Kollegen, die nicht nein sagen können oder dürfen. Über die Frage, was ich machen würde, wenn.

 

 

Am Ende einer solchen Woche kann man nur die Hunde anleinen und loslaufen. Durch den Wald und durch die Stille. Den Vögeln beim Piepsen zuhören. Das Fohlen besuchen, das über die Koppel stakst, weil es noch nicht weiß, wohin mit seinen viel zu langen Beinen. Den Blick in den Himmel genießen. Und in Pfützen planschen. Fotos machen und mit kitschiger Musik zusammenbasteln.

Als wäre nichts gewesen.

Macht nicht alles wieder gut.

Aber wenigstens erträglicher.

 

 

 

 

 

 

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