Frisch auf!, Frisch auf!.

21. September 2014

 

Wer – wie ich – ab und zu bei festlichen Anlässen in den Weiten des badischen Hinterlandes unterwegs ist, für den gibt es eigentlich nur zwei Regeln zu befolgen. (jetzt mal abgesehen von sauberen Fingernägeln, Kleiderordnung und sonstigem Benimmkram.)

 

 

badnerlied2

 

 

Die Regeln gelten dabei unabhängig von der subjektiv gefühlten Wichtigkeit des Ereignisses.

Es ist also vollkommen schnuppe, ob Sie (Bild oben) bei der Amtseinführung eines Oberbürgermeisters sind oder bei der 200-Jahr-Feier des Schützenvereins, ob bei der Verabschiedung eines Forstamtsleiters oder der Einweihung eines Kindergartens.

Grob gesagt.

 

 

Nur: zwei Dinge sollten Sie wirklich beherzigen:

 

Beim Absingen des Badnerliedes wird aufgestanden.

(hardcore-Badener legen auch noch die Hand aufs Herz, aber Ethnologen streiten, ob das wirklich zwingend nötig ist.) 

 

 

Und den Text sollten Sie schon auswendig können.

(ja, kann ich inzwischen, danke der Nachfrage.)

 

Gesungen wird im Stehen. Immer. Hymne ist Hymne. Das ist dem Badener an sich sehr ernst.
Gesungen wird im Stehen. Immer. Hymne ist Hymne. Das ist dem Badener an sich sehr ernst.

 

 

 

Falls Sie jetzt nur Bahnhof statt Badnerlied verstanden haben, klicken Sie sich HIER mal durch.

Und lernen Sie das gefälligst auswendig. Zumindest die offiziellen Strophen.

 

 

 

 

  • 7 Kommentare
  • Astridka 21. September 2014
    Antworten

    Guten Morgen, Friederike!
    Zum Frühstück verblüffst du mich mit dem Badener Lied! Ich kann mich ja an viel erinnern, aber an DAS Lied nicht. Das kommt mir ja fast chauvinistisch vor… als ob sich in Baden so ein Debakel wie in Großbritannien anbahnen könnte…
    In den Fünfzigern war die größte Frage „katholisch“ oder „evangelisch“, „Muttergottes, ja oder nein“. Und als Lied höchstens noch „Großer Gott, wir loben dich“ in meinen Ohren.
    Na ja, ich bin ja auch gebürtige Badenserin,so wie uns der olle Goethe noch genannt hat, nicht Badenerin…Die Streitereien darum fanden wohl alle nach meiner Zeit statt. Aber da wurde ich ja schon Rheinländerin…
    LG
    Astrid

    • LandLebenBlog 21. September 2014
      Antworten

      Dann muss Deine Familie aber wirklich sehr un-badnerisch sein. Oder so. ;-) Oder Ihr wart immer auf den falschen Veranstaltungen. ;-) Ich singe es hier -je nach Ereignislage – mitunter mehrmals im Monat.

      • Astridka 21. September 2014
        Antworten

        Oh, mein Vater hat nichts ausgelassen, was man so als Verein gründen kann ( Schützen-, Angler-, Heimatverein z.B. ) und eifrig dazu beigetragen, dass es entsprechende Einrichtungen in A. wie Schützenhaus, Angelteich, Restaurierung von Darren ( immerhin Denkmal des Monats im April 2007 )gibt. Es muss also genug Möglichkeiten für Veranstaltungen gegeben haben, um das Lied zum Besten zu geben. Hat nie eine Rolle gespielt. Ich halte es für eine Zeichen separatistischer Tendenzen ;-)
        Ich fahr jetzt mal ins Bergische zu den Freikirchlern ;-)
        Astrid

  • Herr Ackerbau 21. September 2014
    Antworten

    Saubere Fingernägel? Mist!

    • LandLebenBlog 21. September 2014
      Antworten

      Ja, Herr Ackerbau, das ist leider so. Nicht zu ändern. Ich lackiere sie mir inzwischen dunkelrot, damit man die schwarzen Landpomeranzenränder darunter nicht sieht. Kleiner Trick, aus der Not geboren – , kann ich nur weiterempfehlen.

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