LandLektionen.

Was ich im Odenwald schon gelernt habe.

 

Foto: S. Hoschlaeger/pixelio.de

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Heute: Siezen ist blöd.

 

Eine Lektion, mit der ich mich äußerst schwer tue. Schließlich geht nichts über ein gepflegtes Sie.  Irgendwie hab ich die wohl schon mit der preußischen Muttermilch aufgesogen, im braven Berliner Westend, die Liebe zum Sie. Ich sieze mich teilweise seit Jahren mit Menschen, die mir inzwischen durchaus vertraut sind. Ich kultiviere das geradezu. Und manchmal hoffe ich insgeheim, daß mein Sieze-Gegenüber nicht eines weinseligen Abends auf die Idee kommt, wir könnten doch zum Du übergehen, findest Du nicht?!. Mir ist, als würde da ein Zauber enden.

 

Langer Rede kurzer LandSinn: Siezen gilt hierzulande leider als komplett deplatziert. Als arrogant noch obendrein. Wer hier ein Bein auf den Boden kriegen will, sozialtechnisch und so, sollte sich das Siezen schnellstens abgewöhnen.

(Wir arbeiten dran. Haben Sie bitte noch etwas Geduld.)

 

 

 

 

 

 

5 Kommentare

    • Nein, mit Distanz hat das eben meiner Ansicht nach gar nichts zu tun. Allenfalls mit Respekt. – Preußisch gedacht… 😉

  1. okay…liebe Frau Friederike….gerne dürfen Sie mich auch siezen….hab kein Problem damit 😉
    Aber eines muss ich sagen: das „Du“ ist hier liebevoll gemeint, hier aufm Land im Odenwald. Das hat nichts damit zu tun, dass man keinen Respekt hat, im Gegenteil: Menschen, vor denen man Respekt hat, grad diese möchte man hier duzen, damit sie sehen, dass man sie auch mag und nicht nur Respekt vor Ihnen hat.
    Das habsch hier auch schon gelernt 😉 In diesem Sinne, liebe Friederike,liebe Grüße und schönes Wochenende <3

    • Ich weiß das im Prinzip alles, und arbeite ja auch schon dran. Trotzdem will will mir umgekehrt nicht einleuchten, was am gesieze eigentlich so schlecht sein soll. 😉

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