Herkules.

Einem gymnasialen Teenie die journalistischen Reize und Herausforderungen der Provinz beibringen.

„Bogy“ nennt sich das Ganze und heißt übersetzt: Berufsorientierung für Gymnasiasten.

 

Erklären, erklären, erklären.

 

Was hat der Milchbauer im Odenwald mit der Politik in Brüssel zu tun? (sehr viel.) Sind Bienen und Imker nicht voll langweilig? (nee, ziemlich wichtig, Umweltschutz und so.)

Wieso versteht man bei einem Gerichtsprozeß mitunter nur Bahnhof? (geht unsereinem ganz genauso, keine Sorge.) Was um alles in der Welt  ist ein frühzeitiges Öffentlichkeitsbeteiligungsverfahren? (naja, damit die Bürger zumindest einmal ihre Sorgen und ihren Widerspruch einbringen können, aber wir fragen besser mal beim Landratsamt.) Und wieso stehen neuerdings überall Windräder? ( puh, Energiewende und so.) Und was heißt das für den Tourismus einer strukturschwachen Region? (nicht der Brüller, nehme ich an. Müssen wir mal den entsprechenden Minister fragen.)  

Und heißt strukturschwach automatisch öde? (nein, siehste doch. Merkste doch.).

 

Das nächste Interview führt die Praktikantin - nur mal so als Vorwarnung.

Das nächste Interview führt die Praktikantin – nur mal so als Vorwarnung.

 

 

Und wieso ist es wichtig, manchmal zweimal hinzugucken, hinzuhören? (weil das immer wichtig ist, wie im richigen Leben auch.) Und wie, bitteschön, mache ich aus dem Gestotter eines Gesprächspartners einen anhörbaren Beitrag? (lernt man mit der Zeit, am Ende erkennen die Gesprächspartner sich im Radio gar nicht wieder, so elegant sprechen die plötzlich.) Und wohin mit den vielen rausgeschnittenen ähms und öhms und ääääs? (Biomüll. Oder Grüngutplatz.) Und was interessiert die Hörer überhaupt ? (eigentlich alles. Wenn man es nur interessant genug verpackt.) Und ist die dauernde Fragerei nicht irgendwie voll peinlich? (nö.)

 

Der Interviewtermin beim Imker war dann doch gar ncht so uncool.  Die Geschcihte dazu erzählen wir ein andermal.

Der Interviewtermin beim Imker war dann doch gar nicht sooo uncool.
Die Geschichte dazu erzählen wir ein andermal.

 

Wäre doch gelacht, wenn wir uns unseren Provinz-Reporter-Nachwuchs nicht selber heranziehen könnten.

Wir arbeiten dran.

 

Uff. 

 

 

 

 

 

 

P.S. Immerhin: von bisher fünf Bogys in den vergangenen Jahren ist einer schon auf dem Weg zum echten Journalisten. Und eine hat es vor.

Blut geleckt.

Ausgerechnet in der Provinz.

Ich bin sehr stolz.

 

 

 

 

 

4 Kommentare

  1. BoGy oder noch besser BoRS sind tolle Sachen. Ich kann die Bo-Praktikanten gar nicht mehr zählen. Es sind immer wieder mal echt gute und interessierte Leute dabei.

    P.S. Leider, gab’s sowas bei uns ja noch gar nicht. 😉

    • Ja, wir sind eben tatsächlich zu alt… ich hatte auch noch nie einen Praktikanten, wo ich gedacht hätte geht gar nicht. Und für mich als one-woman-show ist das zwar schon auch ganz schön anstrengend, aber immer auch lohnend.

  2. Hätt ich mit 16 schon mehr gewusst (Internet war damals noch net so, ich kannte nur die Firma von meinem Paps) dann wäre das wohl auch meine Laufbahn geworden 🙂

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