Einstreu.

einstreu

Nur mal so eingestreut.

Weil es doch immernoch mit mir umgeht.

Heute vor einer Woche: Sommerkonzert des Dorf- Chores. Zwischen Berg und tiefem, tiefem Tal auf Bierbänken in der Abendsonne gesessen. Die Konzertbühne eine LKW-Ladefläche, mit selbstgemalten Bildern dekoriert.

Volkslieder, Operettenmelodien und Beatles-Medley. Neckische Kostüme. Trotzdem dann doch nichts fotografiert. Wir sind ja nicht im Zoo. Auch nicht in der Berliner Philharmonie, in der ich als Jugendliche abendelang saß (Schülerkarte 5 Mark, freie Platzwahl)und Karajan beguckte und Anne-Sophie Mutter zuhörte und Yehudi Menuhin, und dabei meinte, das sei ja alles selbstverständlich. Für jeden.

In der Dorfkonzertpause lauwarme Würstchen von der Freiwilligen Feuerwehr und kaltes Bier aus der Flasche. Ein bißchen hier und da geplaudert. Wenn sich schon mal einer traut, mit uns zu plaudern. Der Bürgermeister traut sich. Und der Installationsmeister Alois auch. Noch ein, zwei andere.

Um uns rum das pralle Leben, laut und ein bißchen kreischig und sehr odenwälderisch. 361 Einwohner hat das Dorf, 300 Besucher sind da. Auf der Bühne 80 sangesfrohe Nachbarn. Alle haben einen Heidenspaß.

Nur ich irgendwie nicht.

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