…aber warum gehen denn eigentlich auf dem Land die Lichter aus?

 

Dieser Tatsache muß man ins Auge blicken: Auf dem Land gehen die Lichter aus.

Nachts zumindest. Rappelduster wird es dann in vielen Dörfern im Odenwald. Stockfinsternis ab 23 Uhr 30. Bis 5 Uhr 30 früh. Dann werden die Lampen wieder angeschaltet.

Wer nachts zu Fuß irgendwo hinwill, braucht eine Taschenlampe oder guten Tastsinn. In mondlosen Nächten sieht man die Hand vor Augen nicht. Besucher aus der Großstadt finden das furchtbar aufregend. Wir Landmenschen finden es furchtbar normal.

Schließlich müssen die Gemeinden sparen. Arm und sexy sind andere. Wir sind arm und dementsprechend duster. 20 Prozent Kosten lassen sich durchs Abschalten sparen, bei einer kleinen Gemeinde macht das schon mal ein paar tausend Euro pro Jahr aus. Viel Geld im strukturschwachen ländlichen Raum.

Mag die Landeshauptstadt nächtlich glimmen, die Bundeshauptstadt sexy leuchten: Der Letzte macht das Licht aus. Und spart dabei noch Geld und Energie. So einfach ist das.