Kleine Wunder.

Es ist wieder Haar-Eis-Zeit im Odenwald. Die Zeit der kleinen gefrorenen Wunder. Und ich habe mal wieder die Kamera im Auto liegenlassen, is ja klar. Deswegen zeige ich Ihnen die kleine slide-Show, die bei der letzten Haar-Eis-Zeit entstanden ist, im Februar war das, und schon da hatte ich für einen Moment das Gefühl, die Welt wäre ein wunderbar-verzauberter und friedlicher Ort.

Vor ein paar Jahren habe ich diese Gebilde noch für eine Art hochgiftigen Industrieschnee gehalten, sowas in der Art kannte ich aus Ludwigshafen, oder für böse kristallisierte Chemtrails oder so, naja, typisch Großstädter halt. Inzwischen weiß ich es besser, siehe Link unten. Und die slide-show mit Musike möge für eine winzige Entspannung in diesen aufgeregten Zeiten sorgen.

Hier ein sehr spannender Link zur Erklärung vons Janze. Mit Zeitrafferfilmchen. Jeden Tag den Horizont erweitern.

Und das sagt wikidingsbums zum Haareis. 

 

 

Abschied.

Der Sommer macht sich vom Acker, sichtbar, fühlbar. Er hatte ja nocheinmal zu einem großen Finale geblasen in den vergangenen Wochen. Jetzt also ist es wohl vorbei mit den lauen Abenden im Grünen, aber ich freue mich auch auf den Herbst, zugegeben. Auch wenn man ein bißchen wehmütig werden könnte, wenn man diesen Text vom verehrten Herrn Buddenbohm aus Hamburg liest, da würde man den Sommer und die Wärme gerne noch ein bißchen länger haben.

Manchmal muss es auch ein Sonnenaufgang sein. #odenwald #nofilter

Ein von @landlebenblogger gepostetes Foto am

Ein Tipp.

Meine bereits erwähnte Gelbsucht hat mich dieser Tage in das kleine Bödigheim geführt, da gibt es eines der zahlreichen Schlösser hier in der Region, niederer Landadel undsoweiter, naja, Sie wissen schon. Das Schloß kann man leider nur von außen begucken, weil darinnen ganz normale Menschen wohnen, zur Miete, sehr profan, aber die (Klick:) Anlage ist sehenswert, und besonders hübsch ist der kleine Park dahinter.

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Ich hatte leider nur wenig Zeit, das Gelb so richtig in Szene zu setzen, denn kaum hatte ich die Kamera ausgepackt, um mich an die Löwenzähne heranzuschleichen, näherte sich brüllend eine Art Micky Maus auf einem überdimensionierten Rasentraktor, es war vielmehr ein halber Rasen-Panzer, ein unglaubliches Teil, das furchterregend seine Bahnen zog und von einem Herrn mit, siehe oben, Micky-Maus-Ohrenschützern gelenkt wurde. Das mit dem Gelb hat sich also vermutlich inzwischen erledigt.

Ich kann Ihnen das Schloß trotzdem sehr empfehlen, wenn Sie in der Gegend unterwegs sind. Sie können nach soviel lauschiger Idylle im Schloßgarten dann auch einen Abstecher zum Jüdischen Friedhof in Bödigheim machen, auch der ist absolut sehenswert und gilt als einer der ältesten in der Region. Hier können Sie das nochmal nachlesen, ein Beitrag aus uralten Zeiten, als ich noch mit dem Händi experimentelle Fotos machte.

Dieser Tage gibt es da eine Führung, über den Friedhof, normalerweise kommt man nämlich auch da nicht rein (wenn man nicht die Schlupflöcher kennt, ähem), ich fürchte aber, ich habe Datum und Uhrzeit nur im Vorüberfahren gesehen und nicht im Kopf behalten. Aber vielleicht kann das ja jemand in den Kommentaren nachtragen. Oder Sie finden halt das Schlupfloch.

 

 

 

Gelbsucht.

Seit ich auf dem Lande lebe, überfällt mich einmal im Jahr die Gelbsucht, medizinisch auch Ikterus genannt. Gnadenlos. Volle Pulle, wie man in Berlin zu sagen pflegt. Da hilft kein Arzt und keine Therapie, da helfen keine Globuli und keine heilpraktischen Tröpfchen. Ich habe mir das mit meinem Umzug in die Provinz zugezogen und werde es nun nicht mehr los.

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Die Gelbsucht zeigt sich dergestalt, dass ich mit 20 km/h über die Straßen und Gemeindeverbindungswege schleiche, entzückt rechts und links glotze und weder auf den Gegenverkehr achte noch in den Rückspiegel schaue. Ich mache mich damit hin und wieder sehr unbeliebt bei anderen Verkehrsteilnehmern, aber ich glotze und glotze und möchte das Gelb aufsaugen in meinen Kopf und dort konservieren für grauere Tage und den ganzen Rest des Jahres. Ich lasse das Fenster heruntersummen und glotze und fotografiere und ziehe den Duft in die Nase ein und sage Wow! und Unglaublich! und Nun sieh Dir das an! vor mich hin, wie so eine verschrobene Alte, jedes Jahr aufs Neue, als wäre es eine Art farbiges Weltwunder und als hätte ich es so noch nie gesehen.

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Ich denke dann weder an Monokulturen und böse Spritz- und Düngemittel, ich vergesse sogar Mord und Totschlag und den übrigen Zustand dieses merkwürdigen Planeten, und ich bilde mir ein, die Welt wäre ein friedlicher, duftender, quietschgelber Ort.

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So gesehen ist so eine kleine Gelbsucht dann und wann nicht das Verkehrteste. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Desensibilisierung.

 

 

 

Geht doch.

Man muss nur ein bisschen runterfahren, im übertragenen wie im tatsächlichen Sinne, also Richtung runter, Richtung Neckartal, in diesem Falle Richtung der Neckartalmetropolen Neckarkatzenbach und Breitenbronn, und dann kann man doch durchaus ahnen, was für eine Jahreszeit uns da bevorsteht. Hier oben in Badisch-Sibirien kommt das alles deutlich zögerlicher, aber so haben wir den Frühling und den Sommer eben zweimal. Und der Winter dauert ja eh von Oktober bis April.

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Huch, das aktuelle WordPress-Update macht ja doch Probleme, verschluckt Wörter und schreibt zwischendurch mal riesengroße Buchstaben. Falls Sie evtl auch mobil ein Wirrwarr sehen: Da müssen Sie jetzt durch, bis das update-Update kommt. 

 

Im Vorbeifahren.

Einfach die Kamera aus dem Fenster halten und ziellos auf den Auslöser drücken. (ja, natürlich nur als Beifahrer, aus dem Beifahrerfenster, oder glauben Sie, ich bin lebensmüde?). So ergeben sich plötzlich ganz neue Eindrücke und Ausblicke. Die Region bekommt ein ganz neues Gesicht. Manchmal ein bißchen unscharf, manchmal auch ein bißchen schief, und manchmal mit Regentropfen auf der Scheibe. So eine Art Streetphotography aus der Provinz. Nicht in Szene gesetzt, sondern in einer Tausendstel Sekunde erfasst, spontan und ungeplant. Im Vorbeifahren eben.

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