Ende Gelände.

1. Dezember 2014

Liebe Kundinnen und Kunden der Gemüsekiste,

 

 

es sind bewegte Zeiten, das Jahr 2014 fordert die Menschheit ordentlich heraus, Wandel und Veränderungen sind überall spürbar. Wir bewirtschaften unseren Hof nun schon seit 28 Jahren biologisch-dynamisch mit dem Schwerpunkt Gemüseanbau und Direktvermarktng. 28 Jahre intensives Leben und Arbeiten, Erfahrungen sammeln, die Produktion und Vermarktung weiter entwickeln, Kundenbegegnungen – unzählige Auszubildende, PraktikantInnen und MitarbeiterInnen, die uns geholfen haben. 

 

 

Das Leben und Arbeiten ist in diesen 28 Jahren nicht einfacher geworden – im Gegenteil: Die Herausforderungen nehmen zu. Preiskampf auch im Bio-Bereich, Klimawandel, Abeitskräftemangel, Mindestlohn, zunehmende Bürokratisierung und immer zu wenig Zeit für das Private. Wir haben das Gefühl, dass sich etwas ändern sollte auf unserem Hof und in unserem Leben. Wir haben noch so viele Ideen und Pläne, die wir gerne umsetzen wollen. Dafür brauchen wir mehr Freiraum und Zeit. 

 

 

Deswegen haben wir entschieden, nach über 20 Jahren Gemüsekisten, diesen Lieferservice zum Ende des Jahres einzustellen und den Gemüseanbau deutlich zu reduzieren. Wir wissen, daß Viele unsere Gemüsekiste im Laufe der Jahre als große Erleichterung im Alltag schätzen gelernt haben, und es tut uns sehr leid, daß Sie darauf nun verzichten müssen. 

 

Aber wir sind weiter für Sie da: mit unserem modernisierten Hofladen und auf den Wochenmärkten (…) .

 

Es macht offenbar keinen Spaß mehr. Es lohnt sich nicht mehr.

Warum das so ist: hier kann man ein paar Gründe nachlesen.

 

 

 

 

  • 3 Kommentare
  • waswegmuss 1. Dezember 2014
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    Im Prinzip ist es verheerend. Die kleinen Dorfläden gehen kaputt oder werden so lange es noch geht prekär weitergeführt. Wenn sie dann nicht mehr da sind gibt es Bürgerinitiativen für die Installation eines Dorfladens. (Diese Bürgerinitiativen werden übrigens genau von den Leuten gestartet, die früher die Dorfläden gemieden haben.)
    Dann gibt es ein „Unser Land soll schöner werden“ mit Fördergeldern, geförderten Stellen oder gar „ehrenamtlich“. Natürlich wird Druck auf die Dorfbewohner ausgeübt nur da zu kaufen.
    Das hält dann ein paar Jahre an….
    ….dann rennt die nächste Sau durchs Dorf.

  • Roswitha 1. Dezember 2014
    Antworten

    In Mosbach gibt es einen Bioladen, daneben ab März eine Bioabteilung in einem neuen REWE-Markt: Wer kauft dann wo ein? Können wir es uns wirklich leisten, von Großkonzernen und gewissenlosen Fabriken (Analogkäse, Pressfleisch…)abhängig zu werden, weil alle anderen vom Markt gefegt werden? 31 000 Puten waren in dem Stall in Mecklenburg, schmeckt da das Putenschnitzel auf Salat noch? Bis zu 21 x mit Antibiotika behandeltes Geflügel, brauchen tut das nur der Produzent(der ist KEIN BAUER, auch wenn die EU in dafür hält!).Unsere Dörfer werden ohne Läden leer, alltägliche Kommunikation ist für Orte wichtig, sich sehen, nicht aneinander vorbeifahren! Da ist ein Hund schon ein Gewinn!
    Und es stimmt: Gerade die, die es sich leisten könnten, kaufen „bewusst“ ein und fühlen sich betrogen, wenn es mehr als im Discounter kostet. Geiz ist leider immer noch schick.

  • Manuela 3. Dezember 2014
    Antworten

    Oh, nettes Thema, ich hab auch die Biokiste, die mussten sogar das Gebiet
    und die Mitarbeiter aufstocken , so groß ist die Nachfrage und wir haben
    einen riesigen Biomarkt, der boomt auch, obwohl nah dabei der ECenter ,
    der auch Bio hat, wie mittlerweile alle Läden. Ich kaufe da ein, wo ich gerade bin. Spezielle Sachen kaufe ich nur im Bioladen, weil ich sie
    wo anders nicht bekomme und beim Fleisch kann ich Mittlerweile hier
    in Hiebers Frischeläden, die haben das Bioweiderind usw., also jeder so wie kann und will und die Biokiste hab ich aus reiner Bequemlichkeit
    und weil sie gut ist.

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