Putologie.

7. August 2014

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Auf der HundeRunde an einem Putengehege vorbeigekommen. Und mit dem Bauern geschwätzt. Der Sohn hat in seiner Ausbildung zum Metzger mit großen Putenbetrieben zu tun gehabt. Und da hat er sich geschworen: Niemals. Jetzt ist der Sohn halb Metzger, halb Freilandputenhalter. Die kriegen Sojaschrot und Weizen zugefüttert, alles genfrei, wir wollen das schon richtig machen. Wenn schon, denn schon.

 

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Jeden November wird geschlachtet. Bis dahin stehen die Puten und die Puteriche auf der Weide, obs regnet oder schneit. Das hier ist die amerikanischew Ur-Rasse, die sind robust. Werden 15, 20 Kilo schwer. Neun Euro kostet am Ende das Kilo, küchenfertig verpackt und beschriftet. Wir hatten schon immer Vieh, und wir haben schon immer Fleisch vermarktet. Aber mit den Puten und dem Schlachten tue ich mich schwer. Man entwickelt ja doch irgendwie Gefühle.

 

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Werbung? Oh, gehn Sie fort. Wir haben so schon viel mehr Kunden, als wir überhaupt beliefern können. Die Kundschaft kommt aus Stuttgart und aus Ludwigsburg, aus Heilbronn und Mannheim. Neulich kam sogar einer mit Münchner Kennzeichen. Irgendwie hat sich das rumgesprochen.

 

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Und die Leute aus den Dörfern drumherum? Die einheimischen Nachbarn?

Die kaufen in der Regel nichts bei uns. Die kaufen Putenschnitzel vielleicht dann doch noch lieber im Discounter.

 

 

 

 

  • 6 Kommentare
  • waswegmuss 7. August 2014
    Antworten

    Soja. Das sind die jetzt nicht abgeernteten totbraunen Felder, die vor vier Wochen ihre Glyphosphatdusche bekommen haben.
    Versaut das ganze Landschaftsbild.

    • LandLebenBlog 7. August 2014
      Antworten

      Soja wächst hier , glaub ich, nicht. Ich weiß nicht, wo das herkommt. Aber diese Freilandhaltung ist mir in jedem Fall lieber als die Mastanlagen.

  • Roswitha 8. August 2014
    Antworten

    Hauptsache Geld gespart, so kaufen viele ein! Und verordnen damit den Tieren unendliches Leid von Anfang bis Ende ihres Lebens. Aber das wollen sie nicht sehen oder wissen(Infos gibt es für jeden, der sich interessiert). Von dem ersparten Geld gehts Shoppen, oder in den Dritturlaub, oder…Und für ihre Haustiere ist ihnen kein Geld zu schade,
    o.k., aber warum anderen Tieren Leid zufügen?
    Menschen mit wenig Geld können auch Fleisch von gesund aufgewachsenen Tieren kaufen, müssen dann halt mit mehr Überlegung einkaufen.

    • LandLebenBlog 8. August 2014
      Antworten

      Für viele gilt halt immernoch: Tiere haben einen Nutzen zu bringen, sonst nix.

  • Doris B. 10. August 2014
    Antworten

    Zitat: Und die Leute aus den Dörfern drumherum? Die einheimischen Nachbarn?

    Die kaufen in der Regel nichts bei uns. Die kaufen Putenschnitzel vielleicht dann doch noch lieber im Discounter.

    …..oooder sind Veganer , brauchen gar kein Fleisch und freuen sich an den lebenden Kommunikationspartnern >>>> rufe ich „wulle-wulle“ so antwortet die gesamte Putengemeinschaft https://www.youtube.com/watch?v=4im1Itr-1aw

    • LandLebenBlog 10. August 2014
      Antworten

      Wow- bisher piepsen die weisbacher puteriche ja nur. Das kann ja noch was werden.;-)

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