Falls Sie dieser Tage mal Langeweile haben, oder Weltschmerz, dann schreiben Sie bitte hundertmal hintereinander den Satz Man darf das Schöne nicht vergessen/Man darf das Schöne nicht vergessen/Man darf das Schöne nicht vergessen/ Man darf das Schöne nicht vergessen/Man darf das Schöne nicht vergessen/Man darf das Schöne nicht vergessen/ Man darf das Schöne nicht vergessen/Man darf das Schöne nicht vergessen/Man darf das Schöne nicht vergessen auf ein weißes Blatt Papier und lesen es sich noch hundertmal laut vor, dann gehts eigentlich wieder.
In diesem Sinne: Es ist ein immerwiederkehrender Quell der Freude, wie schön die Hühner inzwischen wieder Eier legen. Wir haben so viele, wir könnten fast an die USA liefern, wenn wir wollten. Wollen wir aber nicht, wir haben genug Eier-Bedürftige im direkten Umfeld, da ist uns das Hemd nun wirklich näher als die Jacke.
Ich muß neues Silberputzmittel kaufen, für das schon historisch zu nennende Besteck und die Kaffeelöffel meiner Urgroßeltern, beides ist bei uns noch täglich in Gebrauch. Der Erwerb von Silberputzmittel mag für die großstädtischen Leser und Leserinnen nun wenig aufregend klingen, ist aber hierzuland eine Herausforderung der besonderen Art.
Im ersten großen Supermarkt im kleinen Großen Kreisstädtchen war ich heute schon erfolglos. Und musste dabei an die schöne Begegnung im vergangenen Jahr denken, als ich nach ewiglanger Suche dann doch die Supermarktchefin im Nachbardorf direkt ansprach und nach dem gewünschten Artikel fragte. Häää? Silwerputzmiddel? ha, sowas braacht hier känner, oder irgendwie so antwortete sie mir damals lachend, und das ist seitdem ein schönes geflügeltes Wort bei uns daheim.
Schön auch, dass wir festgestellt haben, dass wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sind, als da wären Internetausfall, wochenlanger Blackout, apokalyptische Reiter, Überschwemmung, Sturm und Erdbeben, und wasweißichnoch. Man muß ja heutzutage mit allem rechnen.
Mein Geo hat seine geliebte Olympia aus dem Keller geholt, in den Fünfziger Jahren gekauft, und selbst das Farbband tut noch seinen Dienst. Falls hier jemand überhaupt noch weiß, was ein Farbband ist. Jedenfalls will er damit allen Unbillen trotzen. Meine Einwände, dass bei Stromausfall auch die Post nicht mehr funktioniert, bzw dass wir im Kriegsfall anderes zu tun haben werden als Freunden einen Brief zu schicken, diese Einwände wischt er einfach vom Tisch. Ich kann mit der Olympia dann wenigstens …. also wenigstens……einfach…. wenigstens SCHREIBEN. Wo er recht hat, hat er recht, und das ist doch auch wieder schön. Und jetzt übt er schon mal, Ton ab.
Und selbst im Hohen Odenwald zeigt sich inzwischen ein hauchzarter grüner Schimmer in einigen Bäumen, hauchzart nur, aber immerhin. Schön.
Ja sach mal, liebe Friederike, kennst nicht das beste Hausmittel für Silber??? Als Raucherin sammelt man die Asche und putzt damit das Silber. Besser wäre es mit Pfeifen oder Zigarren-Asche, aber Zigaretten geht auch ;-) Danach kurz mit heissem Wasser abspülen. Fertig
Altes Familien-Rezept zum Putzen von Silber: Das Besteck in Alufolie einwickeln und in heißes Salzwasser legen — danach: silbrig glänzendes Besteck.
Im Übrigen hier mein Rezept gegen trübe Gedanken beim Blick in’s Weltgeschehen: LandLebenBlog lesen und mit anderen darüber reden!
Schöne Grüße an alle, Gabriela
Ich habe auch noch eine manuelle Schreibmaschine, glaube das ist auch eine Olympia. Aber eine modernere in rotem Kunststoffgehäuse. Ob das Farbband noch tut, weiß ich nicht, sollte ich vielleicht mal testen.
Dann könnte ich per Schreibmaschine auf meiner Homepage posten…
Viele Grüße
Rolf
Hier auf der italienischen Seite des Odenwaldes ist der Frühling in voller Fahrt. Die Mirabelle hat schon fertig geblüht, jetzt sind die Kirschen dran. (Zu warm, zu trocken, ja, ich weiß.)
Zum Weltschmerzentfliehen empfehle ich hier den Bergtierpark in Fürth mit aktuell vielen sehr, sehr, sehr süßen Tierkindern (Schäfchen, Zicklein, Eselchen).
Ich habe bei mir viele Bücher im Haus als Notvorrat für den Zusammenbruch der Zivilisation. Dann kann ich wenigstens noch lesen. Ein Freund meinte zwar mal abschätzig, im Falle des totalen Zusammenbruchs hätte ich sicher andere Sorgen, aber was weiß der schon.
Ah – das „2-Finger-Such-System“! 😉