Da hat die selbsternannte weltberühmte Hühnerzuchtexpertin ja aber mal sowas von ins Klo gegriffen, ja, ist es denn zu glauben. Und meine geplante Doktorarbeit zum Thema Die Unmöglichkeit der Verpaarung männlicher österreichischer Zwergsteinpiperl mit extrem großwüchsigen australischen Landhennnen unter besonderer Berücksichtigung anatomischer Gegebenheiten, die kann ich mir ja dann offenbar auch in die Haare schmieren. Ja, prima. Lassen Sie mich einfach hier zurück. Ich finde alleine raus.

Jedenfalls betrete ich heute mittag den Stall, und da steht vor mir: ein gelbes Küken. Eines aus den vermutlich 500, – vermeintlich unbefruchteten – Eiern unter der Riesenglucke. Ich sage mit allen Anzeichen des Entsetzens zu dem Küken Was machst DU denn da?, daraufhin sagt das Küken Das ist aber mal eine schöne Begrüßung und zieht sich mit Schmollmund beleidigt unter die Mutterbrust zurück. Kann man ja auch verstehen. Ich hätte meiner Verwunderung auch etwas freundlicher Ausdruck verleihen können.

Ich kann nur hoffen, dass Klein-Küken nicht zwischen all den unzähligen Eiern unter der Glucke zerdrückt wird. Die Glucke ihrerseits sitzt weiterhin press im Nest, sie steht nicht auf, frisst nicht, trinkt nicht, offenbar hat sie noch was vor.

Wir warten also jetzt auf die Küken 2 bis 500. Und nebenher begrabe ich meine Karriere als international renommierte Geflügelexpertin. Die bereits verfassten ersten zehn Seiten meiner Doktorarbeit über Die Unmöglichkeit der Verpaarung männlicher österreichischer Zwergsteinpiperl mit extrem großwüchsigen australischen Landhennen unter besonderer Berücksichtigung anatomischer Gegebenheiten, die verbrenne ich nachher im Ofen. Und meinen mit Spannung erwarteten Fachvortrag beim Internationalen Kongress der Zwergsteinpiperlzüchter im August in Vancouver/British Columbia werde ich vielleicht auch besser absagen. Naja, Sie wissen schon.

16 Kommentare zu “Die Unmöglichkeit der Verpaarung”

  1. OMG!! Falls wir heute nicht den 1. April haben, wächst ja anscheinend im Odenwald tatsächlich eine neue Hühnerrasse heran: Nennen wir sie mal australische Stonepiperl. Falls das kleine Ding die erdrückende Nachbarschaft von 499 geschwisterlichen Eiern überlebt, wird es interessant sein zu sehen, zu welcher Größe oder Kleine das Küken sich auswächst. Und ob es ein Hühnchen oder Hähnchen ist. Ich kann es kaum abwarten!!
    Es bleibt weiterhin spannend, bitte halten Sie uns UNBEDINGT auf dem Laufenden!

  2. Oh wie schön. Alles Gute für das Kleine und viel Erfolg weiterhin für die Mutter.

    Liebe Grüße aus dem Norden

    Andrea

  3. Ich lach mich weg, eine neue odenwälder Hühnerverpaarung! Da bin ich ja mal gespannt, wer mehr durchschlägt, die großwüchsige Frau Gluck oder das zierliche Hähnchen. Oh bitte bitte Kückenupdates! Wunderbar.

  4. Ich schließe mich allen Vor-Schreiberinnen in allen Aspekten an und ergänze: …und diese Bilder GROSSARTIG!

  5. Ach, das sind doch mal ganz wunderbare Neuigkeiten! Glückwünsche und alles Gute für den Nachwuchs.

  6. Lukas sagt „Hurraaaa!!“ Die ganze Familie verfolgt das Eierabenteuer seit Tagen mit großer Spannung.
    Wir hoffen nur, daß das Spielen mit der KI nicht irgendwelchen unerwarteten Mächte heraufbeschworen hat…

  7. Total klasse, dass da einer einfach gemacht hat und es klappt. Breites Grinsen! Und ganz ganz viel Freude an den Kleinen ❤️

  8. Glückwunsch! Spannend!Nach unseren Erfahrungen wird die Henne aufstehen, wenn das Küken etwa einen Tag alt ist, denn dann soll dieses zum Futter und Wasser geführt werden. Es lohnt sich mitunter, verbliebene Eier für ein paar Tage in einen Brutapparat zu geben, bei uns schlüpfte mal bis zu drei Tage später noch ein Küken. Viel Spaß!

  9. wunderbar, die bilder wie das geschehen, danke fürs experiment. wie sagte schon b.b.: der mensch macht einen plan, der…
    schöne feiertage, roswitha aus der nachbarschaft

  10. Jetzt ist nur die Frage – ist das jetzt ein Zwergriesenhuhnküken oder ein Riesenzwerghuhnküken?
    Ansonsten denke ich, kleine Männer sollte frau in mancher Hinsicht nicht unterschätzen.

  11. Oh, mein erster Hund war ein Rottweiler-Dackel-Mischling. Daran musste ich gerade denken. Natürlich war der Dackel der Erzeuger. Der Hund war sehr hübsch, wenn auch ungewöhnlich geformt. Im Groben ein Riesendackel. Das wird beim Huhn vielleicht nicht gerade blühen, aber ich bin gespannt.

  12. Damit ist wohl ein für alle Mal bewiesen, dass Technik Größe schlägt!
    Ein wundervoller Lacher am Morgen… und alles Guze für die Hühnerfarm.
    Drücke die Daumen für weiblichen Nachwuchs!

  13. Hach wie schön. Jetzt wird halt der Titel der Doktorarbeit geändert in „die erfolgreiche Verpaarung männlicher österreichischer Zwergsteinpiperl……..“

  14. Ohja, die glückliche Jungmutter wusste schon, warum sie auf den Eiern hockt(e).
    Ich finde, das sind wunder-same (im besten Sinn des Wortes …) Neuigkeiten. Da hat die glückliche Henne das Werben des kleinen Hahns doch ernstgenommen :-)
    Wir bleiben alle gespannt, was noch folgen wird.

  15. Mir geht es wie den anderen: Bin sehr gespannt, wie dieses Hühnerwesen letztlich aussehen wird und wie groß es wohl werden mag. Natürlich habe ich mich schiefgelacht am Morgen. Hohn und Spott – Stichwort Kamelreiten – waren sichtbar ungerechtfertigt. 😁

    Bitte unbedingt weiter berichten. Wir lieben deine Hühnergeschichten offenbar alle sehr.

    Gruß aus Berlin

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