Hilferuf.

Frau Kroitzsch, mein Norton-Virenscanner hat irgendein Problem mit ihrer Homepage, hat mir neulich eine Ordensschwester aus dem Balsbacher Clarissenkloster per Mail mitgeteilt, und ich habe erstmal gedacht, ich höre nicht richtig.

Ordensschwester? Virenscanner? Aber bevor ich noch lange nachdenken konnte über den Anschluß kontemplativer Schweige-Ordens-Klöster an das geschwätzige world wide web, kam sie gleich zur Sache: Wir haben in Ihrem Blog gelesen (die lesen das LandLebenBlog???), daß Sie das Landleben lieben, und vielleicht hätten wir da ein paar Spielkameraden für das kleine Diet. 

Ach so?? Na gut.

Ja, man könnte jetzt allerlei dämliche Bemerkungen machen über katholische Kirche und Empfängnis undsoweiter, aber fest steht: Die Wege des Herrn sind manchmal unergründlich, und unsere Schwestern im Balsbacher Kloster haben ein Problem.

Besser gesagt: sieben Probleme. Sieben klitzekleine Probleme, die laut schnatternd senkrecht durchs Klostergelände eilen.

Aber gottlob sind die Schwestern high-tech- und kommunikations-technologisch ja offensichtlich bestens ausgestattet, und so gibt es Fotos und ein Filmchen vom unerwünschten Nachwuchs.

(leider bin ich zu blöd, den extrem süüüüßen 30-Sekunden-Film hier richtig einzustellen, aber vielleicht klappts ja durch anklicken? Ansonsten müssen die Fotos reichen.)

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Der Club der Kloster-Küken.

 

 

Inzwischen sind aus den kleinen gelben Bällchen lebhafte Teenies geworden. Und die fressen den Nonnen eben nicht nur die Schnecken vom Salat weg, sondern auch noch (zumindest nervlich) die Haare vom Kopf.

Zwei Laufenten angeschafft, zwecks Schneckenvertilgung, jetzt plötzlich neun im Gelände, – da geht die stärkste Ordensfrau in die Knie.

Die lieben Kleinen kennen bislang nur die kleine, grüne Welt innerhalb der Klostermauern, würden sich aber sicher an jeden Garten gewöhnen.

Konfession nebensächlich, nehme ich jetzt mal an. (Verbessern Sie mich ggf, Sr. Eva-Maria)

 

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Teenie-Polonaise durch den Klostergarten.

 

 

So lautet also der Hilferuf: wer möchte ein, zwei, drei, sieben Laufenten ein neues Betätigungsfeld bieten??

Aus gut katholischem Hause, dafür können wir uns verbürgen.

Fer umme, würde der Kurpfälzer sagen.

Für Gotteslohn, würden die Schwestern sagen.

Zu Deutsch: die jungen Laufenten gäbs geschenkt.

Bitte melden.

Dringend.

 

 

14 Kommentare

  1. Dann bin ich ja beruhigt, dass sich der Hilferuf nur um die Unterbringungen von Enten geht.

    Wenn man die sieben stressfrei auf den Badewannenrand stellen könnte und nur mal gelegentlich den Dreck weg machen müsste, könnte man drüber nachdenken und wenn man dann noch statt „irgendwas mit Zauncharakter“ http://blog.mag1.de/irgendwas-mit-zaun-charakter/ einen richtigen Zaun hätte, dann würde ich sofort ja zu 2-3 katholischer Laufenten sagen.

    So muss ich leider dankend ablehnen. Auch wenn unser kleinster sofort dabei wäre und die „Quack quacks“ mit ihm baden gehen dürften…

  2. Ach gott sind die süß, wenn ich ja nun schon da wäre , wo ich hin will, würde ich ALLE abholen, wir hätten dort sogar einen Bach…
    Max fand sie zwar süß, meinte aber, die sind ja nichts gegen Ziegen, ja für ihn, mir würden die gefallen und zwar NICHT zum essen!!
    LG Manu

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