Ich habe dienstlicherweise eine Presseinformation zur bevorstehenden Klingenden Bergweihnacht mit Patrick Lindner und anderen Stars der Schlager- und Volksmusik bekommen, da können Sie also demnächst vermutlich schon Karten vorbestellen für den Abend in der Großen Kreisstadt. Das nur zu Ihrer Kenntnis, dieser Blog hat ja schließlich einen Service-Auftrag.

Sie sollten sich das aber wirklich vormerken, denn die „Klingende Bergweihnacht“ entführt ihre Gäste auch in diesem Jahr wieder aus dem hektischen Trubel der Adventszeit und schenkt ein paar Stunden voller Musik, Emotionen und Besinnlichkeit. Bekannte Hits, festliche Lieder und weihnachtliche Melodien verschmelzen zu einem Konzertabend, der gleichermaßen zum Mitsingen, Träumen und Genießen einlädt. Ich verschmelze derweil auch, mit dem Bürostuhl nämlich, aber das liegt nicht an adventlichen Weisen, sondern an den Temperaturen.

Bis es endlich Weihnachten wird, dürfen wir uns aber erstmal noch auf ein paar Weltuntergänge einstellen, auch wetterbedingt, gestern war so ein Weltuntergang hier in der Ecke. Ich hatte vormittags noch ein paar dekorative Wolken geknipst, die dann aber wenig dekoratives Wetter schickten am frühen Abend. Das bescherte mir wiederum eine etwas veränderte Zeitplanung zum Tagesausklang, aber naja, ich habe mir diesen Job als rasende Reporterin ja mal selber ausgesucht.

Gelernt: Das längliche Ding da ist eine Volutus-Wolke, die durch eine Gewitterböenwalze entsteht. Oder irgendwie so. Gewitterböenwalze mal gleich in die Liste der Schimpfwörter aufnehmen. Du doofe Gewitterböenwalze, Du!

Um uns rum Straßen voller Geröll und Schlamm, Menschen, die im Gewölbe eines Restaurants mehr als nur nasse Füße bekamen und gerettet werden mussten, über- und unterspülte Keller, ein Auto blieb in einer überfluteten Unterführung hängen. Nur bei uns: kein Tropfen. Nicht ein einziger. Wir wohnen quasi im Windschatten des Katzenbuckels, höchster Berg im Odenwald, der wirkt eigentlich gar nicht so hoch und eher putzig und ein bisschen rührend, stellt sich aber bei vielen heranziehenden Unwetter schützend vor uns und schiebt mit dicken Armen die Wolken seitlich an uns vorbei. Während also die Feuerwehr in Mosbach heute früh noch Gebäude leerpumpt, müssen wir 15 Kilometer entfernt den Garten wässern.

Abschließend noch eine Information für die Forellen-Fangemeinde: es wurde ein neuer Monsterfischbeschluss gefasst. Weil nämlich die Monsterforelle (Klick!, hier haben wir schon über sie berichtet) dabei beobachtet werden konnte, wie sie eben im Begriffe ist, eine große, aber eben immernoch wesentlich kleinere Forelle zu verschlingen. Das.geht.so.nicht. Sie hat das offenbar nicht zum ersten Mal gemacht, und wenn sie beim Verschlingen merkt, dass die Forelle für ihren eigenen, kannibalistischen Forellenschlund dann doch zu groß ist, spuckt sie sie wieder aus. Leider ist die zu-verschlingende Forelle bis dahin im Monsterfisch-Maul erstickt, und deswegen muß jetzt doch was unternommen werden.

Stay tuned, bleiben Sie dran. Hier erfahren Sie alle weiteren Entwicklungen, und gegebenenfalls richten wir einen live-Ticker ein, wie man ihn sonst nur von Timmy-Wal-Events kennt.

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