Treue Leser und Leserinnen kennen die Abkürzung: wmdedgt steht für die Frage Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?, und diese Frage sollen wir der freundlichen Nachbarbloggerin immer am Fünften eines Monats beantworten. Also bitte.

Freitag ist Frei-Tag, und deswegen morgens erstmal gemütlich an den Forellenteich zum Füttern fahren. Kleine Bebi-Forellen brauchen zweimal am Tag was zu fressen, und ich unterstütze den Forellenteichbesitzer dabei. Auf dem Weg dahin am Trekkingplatz vorbeischauen und netten Wandersfrauen etwas Mineralwasser für den heutigen Wanderweg anbieten. Wanders-Leute immer nette Leute, meine Meinung.

Ich kenne das selber von eigenen Wanderungen, tagelang über Land: Du kommst schwer bepackt durch ein Dorf, weit und breit kein Laden, aber Menschen, die auf Terrassen sitzen, bei duftendem Kaffee und Kuchen und Wasser. Deine Augen werden groß und größer, seit Stunden halluziniert Dein Gehirn schon irgendwas von einem Cappuccino, im besten Fall winken die Terrassen-Menschen freundlich, aber anbieten tut niemand was. Niemand, niemals. Meine Erfahrung bisher. Also: Besser machen. Odenwälder Gastfreundschaft, naja, Sie wissen schon.

Am Vormittag einige wenige Fenster putzen. Die Sonne verschwindet hinter grauen Wolken, so wünscht sich das die Hausfrau von Welt beim Fensterputzen. Die fünf-Jahres-Frist ist auch schon wieder rum, und ich wundere mich, dass nicht Schaulustige herbeilaufen, um dem absolut außergewöhnlichen Tun beizuwohnen. Naja.

Mittags mit den Hunden an den Waldrand. Noch auf der Hinfahrt frage ich mich, ob das wirklich, wettertechnisch, eine gute Idee ist.

Im Wald sehe ich die Wolken nicht und kann mir demzufolge auch keine Sorgen übers Wetter machen. Wenn ich mir nämlich Sorgen machen würde, wäre der ganze Hundespaziergang versaut, und regnen würde es am Ende trotzdem. Oder auch nicht. Was lernen wir daraus fürs Leben? Eben. So laufe ich vergnügt durchs Unterholz und freue mich am Vogelgepiepse und an den ländlichen Stillleben am Wegesrand.

Falls Sie noch einen Weihnachtsbaum brauchen: hier gäb’s noch welche.
Oder lieber ein altes Schild?: Vorsicht Schranke!

Alle genießen die gemütliche Hunderunde, und kaum zurück am Auto angekommen, öffnet der Himmel alle Schleusen. Perfektes Timing.

Kurz und ganz spontan einer Freundin beim Räumen für den bevorstehenden Umzug geholfen. Dabei nochmal kurz die Umzugsstationen meines bisherigen Lebens rekapituliert, zwischen 1987 und 2006, Berlin-Heidelberg-München-Berlin-Heidelberg-Mannheim (Waldhof)-Mannheim (Sandhofen)-nochmal Sandhofen, dann Ludwigshafen-Laudenberg-Krumbach-Balsbach. Uff.

Am frühen Abend die schwierige Entscheidung: Was um alles in der Welt macht man mit einem übriggebliebenen Spitzkohl? Deine Sorgen möcht ich haben, und Rothschild sein Geld, -wär ich eine glückliche Mensch, würde die alte Tante aus Berlin jetzt sagen. Also dann: Spitzkohl mit Huhn.

Dann noch Fußball. WM-Qualifikation der Frauen. Das wird man ja wohl noch gucken dürfen! Für die Männer-WM habe ich mir einen komplett-Boykott auferlegt, aber Frauen-WM darf ich. Ich sehe die Frauen ja ohnehin viel lieber dem Ball nachrennen als die Männer. Solange ich selber dabei auf dem Sofa liegen kann. Naja, Sie wissen schon.

3 Kommentare zu “wmdedgt”

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