In den letzten Augusttagen hat der Himmel nochmal aufgedreht, als gäbe es kein Morgen mehr. Und weil man das ja derzeit auch nicht so wirklich weiß, ob es noch ein Morgen geben wird oder nicht, habe ich das schnell noch geknipst, das himmlische Wolkenspiel. Ich wollte Ihnen das hier noch nachreichen.



Nachzutragen habe ich auch für den Freundeskreis Huhn, dass die Küken keine Küken mehr sind, sondern Junghühner im Teenageralter, mit den damit einhergehenden Verhaltensweisen. Es wird gepöbelt und gezickt, gehackt und gezetert, nur mir gegenüber sind sie alle friedlich. Mehr als mir lieb ist, denn von den männlichen Teenagern werden wir uns früher oder später trennen müssen. Naja, Sie wissen schon.


Die kleinen Hähne sind so menschenbezogen wie ihre Mutter Uschi, sie springen mir auf den Arm und die Schultern, sobald ich den Auslauf betrete, piepsen mir ins Ohr und lassen sich streicheln. Vielleicht sollte ich einen zweiten, separaten Auslauf einrichten und einen weiteren Stall bauen, um sie alle behalten zu können, und einen dritten und vierten und fünften, und dann verkaufe ich in Zukunft täglich 200 Eier, und alles wird gut. Ich werde darüber nachdenken.

Wir hatten Besuch aus der Großstadt und waren im Städtchen unten am Neckar, die Herrschaften wollten danach auf dem Rückweg noch eine Kleinigkeit essen. Auf den 15 Kilometern zurück zu Euch ins Dorf wird es doch das eine oder andere Restaurant geben, oder irgendwelche kleinen Cafés!?, ich zog eine Braue in die Höhe, runzelte die Stirn und überlegte fieberhaft, wo man auf dem Weg an einem Wochentag mittags etwas zu Essen und zu Trinken bekommen könnte. Nein, eher nicht.
Ist ja schon ganz anders als in der Großstadt, sagten sie etwas ratlos. Am Ende fanden wir – nach intensiver Recherche und ein ganzes Stück abseits des eigentlichen Weges – aber doch ein nettes Gasthaus, das sogar mittags offen hatte, ich konnte mein Glück kaum fassen. Wir saßen draußen an der frischen Luft im Halbschatten unter Kastanien, das Essen war prima, dann Eis und Cappuccino, ich konnte wiederum mein Glück nicht fassen, und hinterher waren alle satt und zufrieden und begeistert vom Landleben.
Ja, so kann das Land sein: Kastanie, Halbschatten, Eis, Cappuccino und: Freundliche Leute 😊.
Schöne Grüße vom Rande der großen Stadt – London 🙋♂️
Dass die Trennung von den Hähnchen schwerfallen könnte, ist mir vollends nachvollziehbar. Aber vielleicht gibt es ja noch eine schöne Lösung, ich bleibe gespannt.
Wolkenbilder sind wahrlich immer einzigartig, deshalb begeistern sie mich auch jedes Mal.
Ein Hoch auf das Landleben also, ich stimme da mit ein, da ich im Grüngürtel einer großen Stadt lebe, habe ich dieses Gefühl, am Land zu leben. Hier grüßt sich noch jeder, was ich als sehr fein empfinde – man unterhält sich auch.
Liebe Grüße, C Stern