Unterwegs.

Regen, Regen, Regen. Wie aus Eimern. Und im Kalender ein Termin im Wald, in aller Herrgottsfrühe. Sowas kann mich nicht erschüttern, Gummistiefel, Gummihose, Gummijacke, australischer Outback-Hut aufm Kopp. Das Wetter kann mich mal. Ich bin doch aus dem Odenwald. Wäre doch gelacht.

Wir kennen kein schlechtes Wetter, hat der Gesprächspartner per Mail vorab nochmal versichert, das klang überzeugender, als es am Ende war. Am Ende kneifen die Gesprächspartner nämlich allesamt, zu nass, zu glitschig, zu gefährlich da draußen im Wald. Ein gebürtiger Mannheimer und zahlreiche Herren aus dem immerwarmen regenarmen Florida. Weicheier. Wir wollen da nochmal ein Auge zudrücken. Aber wie ich den Rest des dann ganz unvermutet trockenen Tages im Büro im Vollgummischutz verbringe, – naja, lassen wir das.

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Und zum Feierabend nochmal kurz rechts ranfahren und ein Foto machen, mit der Händiknipse. Überschwemmte Wiesen. Und zwei Nilgänse, die schimpfend aufflattern, als ich durch die Fluten angewatet komme. Nilgänse im Odenwald. Ist mir ja auch neu. Aber bitte. Vielleicht haben die die Morre mit dem Nil verwechselt. Oder den Neckar. Ach, was weiß denn ich.

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Unten im Keller steht das Wasser. Merke ich eben. Ich tue jetzt mal so, als hätte ich es nicht gesehen. Manche Probleme lösen sich ja von selbst und ver-trocknen einfach.

6 Kommentare

  1. Ich glaube die Nilgänse gibt es mittlerweile überall in Deutschland. Ich erinnere mich noch, wie ich sie das allererste mal am Rhein gesehen habe, vor ca 13 oder 14 Jahren. Bis ich rausgefunden hab, was das für Gänse sind.
    Hier schüttet es auch. Ist halt so.
    Liebe Grüße
    Nina

  2. 2 Zitate zur Nilgans aus dem betreffenden Wikipedia-Artikel:
    1. (…) Mit Ausnahme von Berlin ist die Nilgans in allen deutschen Bundesländern als Brutvogel nachgewiesen.[13] Die Jagdstrecke in Deutschland ist im Jahr 2011/12 im Vergleich zum Durchschnitt der vorangegangen 5 Jahre um 90 % gestiegen und liegt nun bei fast 11.000 Stück.[14]
    Die Nilgans gehört damit zu den sehr erfolgreichen Neozoen.(…)
    2. (…)Die Verbreitung der anpassungsfähigen und aggressiven Nilgans kann Auswirkungen auf die heimische Vogelwelt, insbesondere auf andere Wasservögel haben, zum Beispiel lokale und vereinzelte Verdrängung. Nilgänsen wird ein ausgeprägtes Aggressionsverhalten zur Brutzeit gegenüber anderen Wasservögeln zugeschrieben. (…)

    • Ich kannte die bisher nur massenweise aus Heidelberg und Mannheim. Dass die sich hier auf die Höhen verirren, ohne jeden größeren Fluss in der Nähe, war mir neu.

      • Naja, sie breitet sich entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse aus. Aber solange es an ihrem Weg genug bäuerliche Futtermieten gibt … von Afrika her dürfte sie Flussferne ja gewöhnt sein. Mutmaßlich werden Revierstreitigkeiten weitere Generationen immer weiter treiben?!

  3. Ja, kann ich bestätigen – Brutpaare kenn‘ ich hier am linken Niederrhein schon seit geschätzt 15 Jahren. Die passen sich an und dringen dann vermutlich immer weiter vor.

    Jedenfalls wünsch‘ ich für die nächste Zeit genau das richtige Maß an Trockenheit!

    Bester Gruß!

  4. Hihi. Kreisch! Das Keller-Wasser-Gefühl kenne ich…
    Aber wie sieht das toll aus auf dem Bild, selbst im strömenden Regen! Da möchte man direkt in die Pfützen springen…

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