LandLektionen.

Was ich im Odenwald schon gelernt habe.

 

Foto: S. Hoschlaeger/pixelio.de

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Heute: Daß jaulende Motorsensen nach 20 Uhr am besten funktionieren.

 

Davon ist jedenfalls offenbar unser Nachbar überzeugt. Steht wahrscheinlich in irgendsoeiner esoterisch-ökologischen Handreichung drin, von wegen Mondstellung und Sonnenstand und so.

 

Ich bereite jetzt auch mal eine Handreichung vor. In Sachen Motorsense. Für den Nachbarn.

 

 

 

 

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Was ich im Odenwald schon gelernt habe.

 

Foto: S. Hoschlaeger/pixelio.de

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Heute: Daß der Nachname vorangestellt wird. 

 

Hier heißt man in der Regel nicht Alfons Schmitt, sondern Schmitt Alfons. Müller Petra. Piependeckel Erwin. Buschbaum Renate. Warum das so ist, habe ich bis zum heutigen Tage noch nicht herausgefunden. Aber mich damit ab-gefunden.

 

Schwierig wirds bloß bei Leuten wie Walter Herrmann. Oder bei Rudolph Martin. Da muß man genau zuhören, wenn die sich vorstellen. Ist die Pause zwischen Rudolph und Martin nur eine Hundertstel Sekunde lang, handelt es sich bei Rudolph aller Wahrscheinlichkeit nach um den Vor-Namen. Ist die Pause jedoch eine Zehntel-Sekunde lang (so lang, daß ein Komma darin Platz hätte), dann heißt er gute Mann in Wirklichkeit vorne Martin und hinten Rudolph. 

 

Können Sie folgen? Ich kann es auch nicht immer.

 

 

 

 

 

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Was ich im Odenwald schon gelernt habe.

 

Foto: S. Hoschlaeger/pixelio.de

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Heute: Gehupt wird nicht.

 

Die Hupbereitschaft verhält sich offenbar antiproportional zur Menge der Buchstaben des Kfz-Kennzeichens. Der Odenwälder (MOS) hupt jedenfalls so gut wie nie. Der brüllt nicht mal aus dem Autofenster raus. Der sitzt alles mit stoischer Ruhe und Geduld am Steuer aus. Selbst den achten vergeblichen Versuch des Fahrschulautos vornedran, die Sache mit Gasgeben und Kupplungkommenlassen erfolgreich abzuschließen.

 

Wenns hier mal hupt, muß schon etwas ganz Grauenhaftes passiert sein. Oder an der Hupe sitzt einer aus HD. Oder MA oder HP. Oder so. Die aus S oder B oder M begleiten das Gehupe noch mit wilden Grimassen und/oder fuchtelnden Armen. Sehr amüsant.

 

 

 

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Was ich im Odenwald schon gelernt habe.

 

Foto: S. Hoschlaeger/pixelio.de

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Heute:

Daß Schnecken der größte Feind der Menschheit sind. 

 

 

 

Das muß jetzt einfach mal so stehenbleiben.

Ich kann darauf nicht näher eingehen.

Sonst muß ich wieder flennen.

 

 

 

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Was ich im Odenwald schon gelernt habe.

 

Foto: S. Hoschlaeger/pixelio.de

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Heute:

Daß schöne bunte Wiesen nicht fürs Picknicken da sind. 

 

Passt ja grad zur Jahreszeit. Ja, da hats auch erstmal Schimpfe gegeben. Dann hab ich das begriffen. Kein Picknickplatz und auch kein Hundeklo. Weil Wiese = Tierfutter. Wenn runtergetrampelt und -gepicknickt, nicht mehr mähbar. Und wenn vollgeschissen, nicht genießbar. Ist doch logisch, oder.